Agenda 21 - Was ist das?

Immer wieder liest oder hört man von der Agenda 21. Aber was bedeutet eigentlich Agenda 21? Übersetzt aus dem lateinischen heißt Agenda - "Was zu tun ist". Die 21 steht für das 21. Jahrhundert. Agenda 21 ist also ein Aktionsplan oder Arbeitsplan für das 21. Jahrhundert.

Die Agenda 21 - ein Arbeitsplan mit 40 Kapiteln auf etwa 300 Seiten - wurde 1992 in Rio de Janeiro auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) von 179 Staaten unterzeichnet. Dieses weltweite Handlungsprogramm hat das Ziel, allen Menschen auf der Welt und auch kommenden Generationen ein würdiges Leben in einer gesunden Umwelt zu ermöglichen. Dabei setzt die Agenda 21 insbesondere auf das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung, einer Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen gerecht wird, ohne die Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden.

Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit bilden die Basis für dieses Programm. Diese drei Bereiche können nicht getrennt voneinander verstanden werden, sondern sie bilden ein in sich verzahntes System. Es kommt darauf an, diese Zusammenhänge zu erkennen und auch zu nutzen. Deshalb bilden die Vernetzung von Umwelt, Sozialem und Wirtschaft, der Ressourcenschutz, die weltweite Gerechtigkeit, ein verändertes Konsumverhalten in den Industriestaaten und eine weitgehende Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen die wichtigsten Inhalte des Programms.

Auf internationaler Ebene müssen die Bemühungen der einzelnen Staaten für eine nachhaltige Entwicklung koordiniert werden. Besonderer Aufmerksamkeit und Unterstützung bedürfen hierbei die Entwicklungsländer und die Nationen, deren Wirtschaft sich gerade im Umbruch befindet.

Auf lokaler Ebene ist eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit für das Gelingen dieses Programms erforderlich. Nachhaltige Entwicklung muss auch in den Köpfen der Bevölkerung stattfinden. Hier liegt die Aufgabe der Kommunen bei der Umsetzung der lokalen Agenda 21.

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