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BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Bibliotheken

Bildungshaus Carl Ritter: Kreisvolkshochschule Harz GmbH

Bildungshaus Carl Ritter

Kreisbibliothek QuedlinburgKreismusikschule Harz, Bereich QuedlinburgKreisvolkshochschule Harz GmbH

 

 

 

Homepage der Kreisvolkshochschule Harz GmbH

 

Die Anfänge der Erwachsenenbildung

Anfänge einer Erwachsenenbildung lassen sich bis in das Jahr 1871 zurückverfolgen. Vorträge und Vorlesungen mit einem hohen Teilnehmeranteil von wissensdurstigen Arbeitern wurden von über 7.000 Vereinen und Gruppierungen unter einer Dachorganisation, der "Gesellschaft zur Verbreitung von Volksbildung", veranstaltet. Anfang des 20. Jahrhunderts begannen überall in Deutschland bestehende und neu gegründete Volkshochschulen mit einer etwa der heutigen Struktur entsprechenden mehr oder minder organisierten Wissensvermittlung. Insbesondere waren Lehrgänge der Abendvolkshochschule stark frequentiert.
Nach 1933 wurden fast ausnahmslos alle bürgerlichen und erst recht proletarischen Erwachsenenbildungseinrichtungen aus der Zeit der Weimarer Republik liquidiert.
Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 stagnierten Bildung und Erziehung von Erwachsenen.
Entsprechend der Anordnung der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone wurden 1948 die ersten Volkshochschulen (wieder) ins Leben gerufen. In dieser "Grundform" einer künftigen Erwachsenenbildung sollte "die Bevölkerung im Geiste der Demokratie, des Antifaschismus und des Antimilitarismus" erzogen werden.

Die Volkshochschule Quedlinburg in der DDR

Anfänge einer Erwachsenenbildung lassen sich bis in das Jahr 1871 zurückverfolgen. Vorträge und Vorlesungen mit einem hohen Teilnehmeranteil von wissensdurstigen Arbeitern wurden von über 7.000 Vereinen und Gruppierungen unter einer Dachorganisation, der "Gesellschaft zur Verbreitung von Volksbildung", veranstaltet. Anfang des 20. Jahrhunderts begannen überall in Deutschland bestehende und neu gegründete Volkshochschulen mit einer etwa der heutigen Struktur entsprechenden mehr oder minder organisierten Wissensvermittlung. Insbesondere waren Lehrgänge der Abendvolkshochschule stark frequentiert.Nach 1933 wurden fast ausnahmslos alle bürgerlichen und erst recht proletarischen Erwachsenenbildungseinrichtungen aus der Zeit der Weimarer Republik liquidiert.Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 stagnierten Bildung und Erziehung von Erwachsenen.Entsprechend der Anordnung der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone wurden 1948 die ersten Volkshochschulen (wieder) ins Leben gerufen. In dieser "Grundform" einer künftigen Erwachsenenbildung sollte "die Bevölkerung im Geiste der Demokratie, des Antifaschismus und des Antimilitarismus" erzogen werden.

Anfänge einer Erwachsenenbildung lassen sich bis in das Jahr 1871 zurückverfolgen. Vorträge und Vorlesungen mit einem hohen Teilnehmeranteil von wissensdurstigen Arbeitern wurden von über 7.000 Vereinen und Gruppierungen unter einer Dachorganisation, der "Gesellschaft zur Verbreitung von Volksbildung", veranstaltet. Anfang des 20. Jahrhunderts begannen überall in Deutschland bestehende und neu gegründete Volkshochschulen mit einer etwa der heutigen Struktur entsprechenden mehr oder minder organisierten Wissensvermittlung. Insbesondere waren Lehrgänge der Abendvolkshochschule stark frequentiert.Nach 1933 wurden fast ausnahmslos alle bürgerlichen und erst recht proletarischen Erwachsenenbildungseinrichtungen aus der Zeit der Weimarer Republik liquidiert.Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 stagnierten Bildung und Erziehung von Erwachsenen.Entsprechend der Anordnung der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone wurden 1948 die ersten Volkshochschulen (wieder) ins Leben gerufen. In dieser "Grundform" einer künftigen Erwachsenenbildung sollte "die Bevölkerung im Geiste der Demokratie, des Antifaschismus und des Antimilitarismus" erzogen werden.

In Erinnerung an bewahrte Vorkriegstradition beschritten die Volksbildungsämter der Stadt und des Kreises Quedlinburg 1948 den Weg der Werbung für eine "neue Volkshochschule", für deren Errichtung in der Stadt.
Interessierte Erwachsene wurden durch diese Mitteilung in den "Amtlichen Bekanntmachungen" des Stadt- und des Landkreises Quedlinburg vom 04. April 1948 aufmerksam gemacht. Die Resonanz war erfreulich gut.
Das Programm war breit gefächert und beinhaltete vor allem abschlussorientierte Kurse - Handwerksmeisterlehrgänge, Schulabschlüsse, Vorbereitungskurse auf Beruf und Studium. Aber auch Kurse zur Allgemeinbildung und zu pädagogischen Fragen im Familienleben wurden angeboten.
Mit der Zeit wurde auch der Kultur wieder größere Aufmerksamkeit gewidmet. So führte die Volkshochschule in Zusammenarbeit mit dem Methodischen Kabinett für Klubarbeit des Hauses für Kultur in Quedlinburg Weiterbildungslehrgänge für die Verantwortlichen für Kultur in den Betrieben durch und ein Volkshochschul-Theaterring wurde ins Leben gerufen in welchem fachkompetente Dozenten Einführungsvorträge zu den Sinfoniekonzerten hielten.
Mit der Verselbständigung neu gegründeter Betriebsakademien wurde dieser Sektor der Volkshochschule nach und nach entzogen. In Kooperation mit einigen Betriebsakademien allerdings, z. B. Gummiwerk Ballenstedt, konnte diese erfolgreiche Tradition fortgesetzt werden und es fanden für Betriebsangehörige sowohl allgemein bildende als auch Facharbeiterlehrgänge statt.
Die Zielstellung der schulischen Bildung - "Allseitig entwickelte Persönlichkeiten, fähig und bereit zum Aufbau des Sozialismus" - zu erziehen, wurde auf die Volkshochschulen übertragen.
Allen Erwachsenen wurde die Möglichkeit eingeräumt, parallel zu ihrer beruflichen Tätigkeit eine vertiefte Allgemeinbildung und schulische Abschlüsse zu erwerben. Diese Möglichkeit erhielten in den siebziger Jahren auch Insassen der Strafvollzugsanstalten Thale und Morgenrot.
Im Herbst 1954 wurde der Volkshochschule Quedlinburg der Name des dänischen Schriftstellers Martin Andersen Nexö verliehen. Ende der fünfziger Jahre organisierte die Volkshochschule Quedlinburg als erste in der DDR eine Filmvolkshochschule, in welcher unter dem Motto: "Ferne Länder - nah gesehen" Filme z. B. über die Antarktis, Ägypten, Korea und Indien gezeigt wurden. Leider konnten diese Aktivitäten aus "technischen Gründen" nicht fortgesetzt werden.
In den siebziger Jahren begann man auch dem Bereich "Gesund alt werden" mehr Aufmerksamkeit zu widmen und innerhalb einer "Veteranenakademie" unter dem Dach der Volkshochschule wurden Themen zu Gesundheit aber auch Rechtsfragen und Dia-Vorträge über Reiseeindrücke aus den für DDR-Bürger erreichbaren Ländern in das Programm aufgenommen.

Die Volkshochschule Quedlinburg ab 1990


1989/90 stand die Existenz der Volkshochschule auf der Kippe. Die Trägerschaft war ungeklärt. 1991 entschloss sich der Landkreis Quedlinburg, die Volkshochschule zu übernehmen. Der Name "Martin Andersen Nexö" sollte nicht mehr geführt werden.
Anfang der neunziger Jahre beschloss das Kultusministerium Sachsen-Anhalt für das Nachholen von Schulabschlüssen ausgewählte Schulen verantwortlich zu machen. Somit fiel eine Jahrzehntelange Tradition der Volkshochschul-Arbeit weg.
Trotz der für den Landkreis großen Bedeutung im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sollte die Volkshochschule Quedlinburg zum 01.01.2004 geschlossen werden. Die schwierige Finanzlage des Landkreises sollte sich durch Schließung aller "freiwilligen Aufgaben" entspannen. Zum Glück haben Kreistag und engagierte Bürgerinnen und Bürger dies verhindert. Aber neue Überlegungen waren erforderlich.
Unter dem Aspekt der Kostendämpfung sowie der Rentabilität der VHS entstand die Idee der Fusionierung zwischen Nachbarvolkshochschulen. Dadurch soll flächendeckend das Angebot erhalten und erweitert werden bei effektiverer Verwaltung und Betreuung und den ökonomischen Prinzipien verpflichtet.
Somit wurde am 13. Juni 2005 aus den Volkshochschule Quedlinburg und Wernigerode die "Volkshochschule Harz gGmbH" gegründet.
Zum 01.01.2009 wurde die Kreisvolkshochschule Halberstadt in die VHS Harz gGmbH integriert und gleichzeitig der Namen in "Kreisvolkshochschule Harz GmbH" geändert.
Der Auftrag der Volkshochschule ist folgendermaßen formuliert:
"Die Gesellschaft bietet Erwachsenen und Heranwachsenden die Gelegenheit, Wissen und Können durch freiwillige Wiederaufnahme organisierten Lernens zu erwerben und zu vermehren. Die Bildungsveranstaltungen der Gesellschaft sollen die Selbständigkeit des Urteils fördern, zur geistigen Auseinandersetzung anregen und das berufliche und persönliche Fortkommen unterstützen. Die Gesellschaft entwickelt ein Bildungsangebot, das sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert und ihnen gleiche Bildungschancen garantiert. Sie gestaltet dieses Bildungsangebot parteipolitisch unabhängig und weltanschaulich neutral und ist dabei einer kritischen Rationalität und wissenschaftlichen Orientierung verpflichtet.
Der Zugang zu den Veranstaltungen der Gesellschaft ist jedermann, gleich welcher Staatsangehörigkeit, gesellschaftlicher und beruflicher Stellung sowie politischer, religiöser und weltanschaulicher Zugehörigkeit offen."

Organisationsstruktur


Die Standorte der KVHS Harz GmbH sind Quedlinburg - Zentrale - und Wernigerode und Halberstadt - Zweigstellen -.
Das Bildungsangebot wird an den drei Standorten in eigenen Räumen und darüber hinaus nach Bedarf und Möglichkeit flächendeckend im Landkreis Harz vorgehalten.

Die VHS-Arbeit ist inhaltlich in sechs Fachbereiche gegliedert

  • Sprachen
  • Berufliche Bildung
  • Mensch und Gesellschaft
  • Gesundheit
  • Kunst und Kultur
  • Spezial/Junge Volkshochschule

Statistik
Derzeit (2011) sind 10 Mitarbeiter hauptamtlich an der Volkshochschule angestellt.
Die VHS verfügt über einen Pool von ca. 520 Dozenten, welche überwiegend freiberuflich tätig sind.
Jährlich nehmen ca. 4.500 Teilnehmer an 660 Kursen/Veranstaltungen der VHS mit rund 16.000 Unterrichtseinheiten teil. Anders ausgedrückt führt die VHS jährlich 178.000 Teilnehmerunterrichtsstunden durch.

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