Kinderbetreuung im Haushalt der Tagesmutter

 

Im Vergleich zur Pflege im Haushalt, werden hier die Kinder im Haushalt der Tagesmutter betreut. Hierbei handelt es sich um die klassische Tagesmutter.

Seit Oktober 2005 braucht jeder eine Pflegeerlaubnis, wer mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Geld ein oder mehrere Kinder (max. fünf Kinder) länger als drei Monate betreuen möchte. Bei Tagesbetreuung ohne diese Erlaubnis, besteht eine Ordnungswidrigkeit. Sie wird mit einer Geldbuße von 500 € bestraft.

Die Pflegeerlaubnis erhält man nach einem umfassenden Lehrgang, der vertiefende Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen an die Kindertagespflege vermittelt. Die Pflegeerlaubnis ist jeweils auf fünf Jahre befristet.

Zum 01.10.2005 wurde mit dem Kinder- und Jugendweiterentwicklungsgesetz (KICK) die gesetzliche Unfallversicherung für Kindertagespflegekinder eingeführt (§2 Nr. 8a SGB VIII). Voraussetzung dafür ist, dass das Kind von einer "geeigneten Kindertagespflegeperson" im Sinne des § 23 SGB VIII betreut wird. Über die Eignung der Kindertagespflegeperson entscheidet das Jugendamt, in dem sie Sachkompetenz und Persönlichkeit der Tagesmutter in einer Art Vorstellungsgespräch überprüft.

Kindertagespflegepersonen, die regelmäßig Kinder bei sich Tageskinder betreuen, sind selbstständig in der Wohlfahrtspflege tätig und bei der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) (§2 Abs. 1 Nr. 9 SGBVIII) gesetzlich unfallversichert. Sie müssen sich innerhalb einer Woche nach Beginn ihrer Tätigkeit bei der BGW anmelden.

Bei Kindertagespflege gemäß § 23 SGB VIII wird die Aufsichtspflicht von den Personensorgeberechtigten auf die Kindertagespflegeperson übertragen. Dabei ist es unerheblich, ob die Betreuung innerhalb oder außerhalb des elterlichen Haushalts stattfindet. Für Schäden (Personen- oder Sachschäden), die aus der Verletzung der Aufsichtspflicht entstehen, haftet dann die Kindertagespflegeperson.

Notwendige Unterlagen: