Lothar Späth-Förderpreise wurden übergeben. Gleich zwei Preise gingen in diesem Jahr in den Harz

beide Preisträger Alexander Jänecke und David Haufe mit ihren Kunstwerken sowie Annegret Vietze mit Blumenstrauß

Am Donnerstag, den 10. Juni 2021 wurden unter Schirmherrschaft der Stargeigerin, Anne-Sophie Mutter, in der Stadt Wehr im Schwarzwald die Lothar Späth-Förderpreise 2020 übergeben. Über je einen Anerkennungspreis konnten sich Alexander Jänecke aus Neinstedt und David Haufe aus Quedlinburg freuen.

Beide Preisträger beteiligten sich an einem Linolschnitt-Projekt in der Evangelischen Stiftung Neinstedt. Unter der künstlerischen Leitung von Annegret Vietze trafen sich Menschen aus der Tagesförderung und der Werkstatt für behinderte Menschen, um gemeinsam Kunst zu machen. Der Schwerpunkt lag hierbei in der Druckgrafik. Im Linolschnitt entstanden die Werke nach den Phantasien der Künstler. Die Kunstgruppe hat ihre Arbeiten schon an unterschiedlichen Orten ausgestellt, so auch im Jahr 2019 in der Lyonel-Feininger Galerie in Quedlinburg. In Zukunft soll es eine Weiterführung dieses Projektes geben, um entstandene Kenntnisse zu vertiefen und neue Menschen mit Kunst in Kontakt zu bringen.

Mit den Bildern „Pferd“ von Alexander Jänecke und „Stuhlkreis“ von David Haufe konnte bei der nun durchgeführten Preisverleihung in Wehr die Jury überzeugt werden. Die diesjährigen Würdigungen sind eine weitere Anerkennung der Neinstedter Künstler. Bereits im Jahr 2018 erhielt Manuela Methner mit „Die Katze auf dem Dach“ einen Anerkennungspreis.

Im Jahr 2013 hat die Stadt Wehr, gemeinsam mit dem damaligen Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Prof. Lothar Späth die Lothar Späth Förderpreis-Stiftung gegründet. Der Stiftungszweck ist die Förderung von Kunst und Kultur, der insbesondere durch die Ausrichtung und Vergabe des Preises für Künstlerinnen und Künstler mit einer geistigen Behinderung verwirklicht wird. Dafür findet ein Wettbewerb statt, zu dem Künstlerinnen und Künstler ihre Werke zusenden. Die Jury besteht dabei aus renommierten Künstlerinnen, Künstlern und Menschen des öffentlichen Lebens. Kriterien bei der Bewertung der Werke sind die Ästhetik, die Originalität und die technische Umsetzung. Für die nun vergebenen Preise sind über 200 Werke aus Deutschland und der Schweiz nach Wehr eingesendet worden. Daraus wurden drei Hauptpreise, zwei Sonderpreise und zehn Anerkennungspreise gekürt. Der Lothar Späth-Förderpreis hat sich mittlerweile zum wichtigsten Preis der bildenden Kunst für Menschen mit geistiger Behinderung im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Von jedem der drei bisherigen Preisträger der Evangelische Stiftung Neinstedt wurden noch jeweils zwei Originaldrucke der Gewinnerbilder gefertigt. Diese sind in einem hochwertigen Rahmen gefasst und können von Kunstinteressierten erworben werden. Fragen dazu sollten hierfür an die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Stiftung Neinstedt gerichtet werden.

 

© Sophia Schubert E-Mail

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