Junker, Wolfgang

Wolfgang Junker wurde in Quedlinburg am 23.Februar 1929 geboren. Nach der Schule absolvierte er eine 1945 Maurerlehre und arbeitete bis 1949 in Quedlinburg. Trat 1949 der SED bei und bis 1952 studierte er in Osterwieck an der Ingenieurhochschule für Bauwesen. 1952-1953 Bauleiter bei der Stalinallee in Berlin und 1954 bei der Bau-Union Nord in Glowe. Danach Direktor bei verschiedenen Volkseigenen Betrieben. Von 1961-1963 Stellvertreter und 1963-1989 Minister für Bauwesen der DDR.1964 Kandidat und 1971 Mitglied des Zentralkomitees der SED und 1976 bis 1989 Abgeordneter der Volkskammer. 1972-1989 Vorsitzender der DDR-Delegation und ab 1973 Vorsitzender der ständigen Kommision des „RGW“ für Zusammenarbeit im Bauwesen. Er durfte im Oktober 1979 als erstes Regierungsmitglied der DDR die Bundesrepublik besuchen und Gespräche mit Bundesbauminister und Staatsminister führen. Nach dem Rücktritt 1989 kam auch im Januar/Februar 1990 der Vorwurf des Amtsmissbrauchs. W. Junker kam in Untersuchungshaft und beging am 09.April 1990 Suizid.

© Matthias Meissner E-Mail

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