Schulung „Inklusion und Barrierefreiheit“ für die Auszubildenden der Kreisverwaltung

Am Morgen des 8. September nahmen die Auszubildenden der Kreisverwaltung an der Schulung „Inklusion und Barrierefreiheit“ teil, die vom Projekt Örtliches Teilhabemanagement und der Behindertenbeauftragten des Landkreises Harz organisiert und durchgeführt wurde.

Auszubildende testen die Barrierefreiheit der Kreisverwaltung ©Landkreis Harz

Nach einer kurzen Begrüßung im Sitzungssaal, wurden die Leistungsangebote für Menschen mit Behinderungen im Landkreises Harz vorgestellt: Neben einer kurzen Präsentation des Projektes Örtliches Teilhabemanagement und seiner Projektmitarbeiter, stellte sich die Behindertenbeauftragte Elke Selke samt ihren Aufgaben vor und erläuterte ihre Funktion als Schwerbehindertenbeauftragte der Kreisverwaltung..

Um den 16 Auszubildenden aus dem ersten und zweiten Lehrjahr die Themen Inklusion und Barrierefreiheit näherzubringen und sie im Umgang  mit Kunden, die körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen haben zu sensibilisieren, durchliefen sie drei unterschiedliche Workshops.

Im ersten Workshop wurden die Inhalte des erarbeiteten Handlungskonzeptes des Landkreises Harz vermittelt sowie allgemeine Informationen zu den rechtlichen Hintergründen wie der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Behindertengleichstellungsgesetz erläutert. Ein weiterer Workshop behandelte das Thema „Barrierefreie Kommunikation“. Hier lernten die Auszubildenden die Unterschiede zwischen der Leichten, einfachen und der „schwierigen“ Sprache kennen und versuchten sich darin, mit den zuvor gemeinsam erarbeiteten Regeln zur Leichten Sprache einen Text von der „schwierigen“ in die Leichte Sprache zu übertragen. Im dritten, praktischen Workshop versetzten sich die Auszubildenden in die Lage eines Menschen, der auf Barrierefreiheit angewiesen ist – ob durch das Nutzen eines Rollstuhls oder das Tragen von speziellen Brillen. Sie waren dadurch gezwungen, das Verwaltungsgebäude und die Verwaltung in der Friedrich-Ebert-Straße aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen und Barrieren aufzudecken und besser beurteilen zu können.

Die Meinungen der Auszubildenden fielen ebenfalls positiv aus:

„Diese Schulung war eine wirklich schöne und interessante, vor allem aber auch lehrreiche Erfahrung. Man konnte durch die praktischen Übungen sehen, an welcher Stelle noch Verbesserungen gemacht werden müssen und ebenso, wo die „Barrierefreiheit“ gut umgesetzt wurde. Alles in allem war es ein toller Einblick, auch mal aus einer anderen Perspektive, den man sich viel öfter vor Augen führen sollte.“ (Celine Lüdicke, 2. Lehrjahr)

„Die Schulung „Inklusion und Barrierefreiheit“ wurde auf sehr erfrischende und abwechslungsreiche Weise durchgeführt. Vielen Dank für die angenehme Zeit.“ (Christin Siede, 1. Lehrjahr)

„Die Schulung zum Thema ,,Inklusion und Barrierefreiheit“ hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Da ich selbst nicht viel mit Barrieren im Alltag und fehlender Inklusion in Berührung komme, war das meine erste Annäherung mit dem Thema und, wie ich finde, ein sehr angenehmer erster Kontakt. Die drei Workshops waren sowohl lehrreich als auch interessant und regten vor allem zur direkten Mitarbeit an, was für mich ein wichtiger Punkt bei Schulungen ist. Dass wir uns sogar durch das Nutzen eines Rollstuhls bzw. spezieller Brillen etwas in das alltägliche Leben mancher Menschen, die auf diese Barrierefreiheit angewiesen sind, hineinversetzen konnten, war ebenfalls eine sehr schöne Idee. […]“ (Sonja Schwabe, 1. Lehrjahr)

„Die Schulung war wirklich interessant und man konnte Vieles für später mitnehmen.“ (Tom Lagois, 2. Lehrjahr)

„Die Schulung über „Inklusion und Barrierefreiheit“ war sehr lehrreich. Man konnte die Verwaltung und das Verwaltungsgebäude aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen und Probleme und Missstände betrachten und besser beurteilen. Es fällt einem leichter etwas nachzuvollziehen, wenn man selber mal in solch eine Situation kommt, in der man körperlich oder geistig eingeschränkt ist. Dieses Gefühl haben Sie mit ihrem Projekt sehr gut umsetzen können. Vielen Dank!“ (Lara-Marie Friedrich, 1. Lehrjahr)

„Die interne Schulung über „Inklusion und Barrierefreiheit“ enthüllte Hürden des Alltags, welche einem im alltäglichen Leben nicht auffallen. Vor allem der praktische Workshop dazu war hilfreich und hat mir am besten gefallen.“ (Adrian Kleindienst, 1. Lehrjahr)

„Ich fand die Schulung sehr informativ und interessant gestaltet. Die Übung bei welcher wir einen Text in die Leichte Sprache übersetzen sollten, hat mich sehr überrascht, da ich nicht damit gerechnet habe, dass es so schwer wird in Leichter Sprache zu schreiben. Es wäre allerdings für das nächste Mal vielleicht noch besser, wenn man betroffene Personen mit einbeziehen würde, das heißt, wenn die Personen über ihre Erfahrungen mit Barrieren (Arbeit/Alltag) und Inklusion berichten könnten.“ (Paula Sterling, 2. Lehrjahr)

© Almut Hartung E-Mail

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