BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Presseinfos

Landkreis will demografische Prozesse aktiv mitgestalten

"HERKOMMEN - HIERBLEIBEN - ZURÜCKKOMMEN"

Rund 70 Teilnehmer, unter ihnen zahlreiche Kommunalpolitiker, Unternehmensvertreter und Interessenten aus Vereinen und Verbänden, folgten am 13. März der Einladung des Landrates ins Evangelische Zentrum Drübeck zur Auftaktveranstaltung für ein neues Projekt, mit dem demografische Prozesse im Landkreis Harz auch künftig aktiv mitgestaltet werden sollen.

Bereits in den Jahren 2011 bis 2014 war der Landkreis Harz eine der bundesweiten Pilotregionen im europäischen Projekt „ReTurn – Regions benefitting from returning migrants“. Im Ergebnis entstand gemeinsam mit der Harz AG unter www.zuhause-im-harz.de eine Willkommensagentur, um Rückkehrwilligen gezielte Informationen und Perspektiven vor Ort aufzuzeigen.

Diese Arbeit soll nunmehr unter direkter Federführung der Kreisverwaltung fortgeführt und strategisch weiterentwickelt werden. Dazu hatte der Kreis einen Projektantrag gestellt und sich erfolgreich um entsprechende Fördermittel bemüht.

Den Zuwendungsbescheid dafür hatte Arbeits- und Sozialminister Norbert Bischoff im Gepäck, der die Übergabe am 13. März zugleich nutzte, um sich über das neue Projekt zu informieren. Bischoff äußerte sich anerkennend über die Initiative im Harz. Er sagte: „Es ist richtig, dass in den Regionen gezielt und damit sehr authentisch Projekte entstehen, die deutlich machen, dass es sich lohnt, in Sachsen-Anhalt zu arbeiten und zu leben.

Mit dem neuen Projekt „Landkreis Harz HERKOMMEN – HIERBLEIBEN – ZURÜCKKOMMEN“ sollen bis zum 15. Dezember dieses Jahres bestehende Ansätze zur Gewinnung und Bindung von Zuwanderern und Rückkehrenden zielgerichtet analysiert und daraus weiterführende Konzepte entwickelt werden, um die bisher noch hohe Abwanderungsquote zu stoppen und mittel- bis langfristig eine positive Wanderungsbilanz zu erzielen.

So soll zum Beispiel auch die Homepage www.zuhause-im-harz.de erweitert und ins Englische und Spanische übersetzt werden.

Weitere Ideen wurden bereits am 13. März in drei Denkwerkstätten gesammelt, die sich zielgerichtet damit beschäftigten, wie Schüler und Studenten im Landkreis gehalten oder für eine Rückkehr gewonnen werden können, wie attraktive Wohnangebote dazu genutzt werden können, Pendler in den Landkreis zurück zu holen oder wie ausländische Fachkräfte für den Harzkreis interessiert und langfristig gebunden werden können.

An der Mitarbeit interessierte Bürger können sich über das Projektvorhaben bei Jennifer Heinrich (Telefon: 03941/59 70 42 03, E-Mail: jennifer.heinrich@kreis-hz.de) informieren.

 

Zurück