BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Presseinfos

25. November - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

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Frauen in aller Welt setzen jährlich am 25. November ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Mit Fahnenaktionen, Gedenkstunden oder Fachvorträge wird auf das aktuelle Thema „Keine Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder“ hingewiesen.

Das Diskriminierungsthema in diesem Jahr ist „Sexismus“. Sexismus – dahinter steht die persönliche und gesellschaftliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Das kann sich gegen alle Geschlechter richten, doch leider sind davon überwiegend Frauen betroffen. Mit einfachen Vorurteilen können Menschen andere Menschen entwürdigen, hemmen, erniedrigen und ihre Rechte und Freiheiten vereiteln. Sie richten dabei psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Schaden an. Sexismus ist eine Grundlage für Gewalt.

Die hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten der Städte Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode sowie des Landkreises Harz nahmen den Aktionstag zum Anlass, um ein Plakat zum Thema an den Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB), Jörg Augustin und seinen Stellvertreter, Thomas Trautmann, zu übergeben.

„Der Kreissportbund ist ein wichtiger Partner für uns, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen“, betonte Thekla Kempe und bedankte sich zugleich für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit. Der KSB organisiert zum Beispiel den Zentralen Frauensportaktionstag im Landkreis Harz und führt diesen erfolgreich durch.
„Sportvereine sind ein guter Platz, um zum Beispiel schon die Kleinsten für dieses Thema zu sensibilisieren. Wachsen sie mit diesem Bewusstsein auf, können sie auch eine entsprechende Haltung gegen Vorurteile entwickeln“, ergänzte Wernigerodes Gleichstellungsbeauftragte Jana Diesener.

„Dem Kreissportbund liegt dieses Thema am Herzen und wir unterstützen sie dabei gern“, sagte Jörg Augustin. Das Bewusstsein, zum Beispiel bei Übungsleitern, dass eine manchmal unbedachte oder als Spaß gedachte Äußerung beim Gegenüber völlig anders ankommen kann, soll noch stärker ausgeprägt werden. Dies unterstrich auch Thomas Trautmann, der für die Weiterbildung von Übungsleitern zuständig ist. „Alle unsere Übungsleiter müssen künftig einen Ehrenkodex unterzeichnen. In diesem werden solche Themen aufgegriffen und ist eine der Grundlagen für ihre Lizenz“, so Trautmann.

Sexismus begegnet uns in der täglichen Lebenswelt auf Schritt und Tritt. Stereotypen beiderlei Geschlechts halten sich hartnäckig. Aus diesem Grund ist Haltung wichtig und im Besonderen, die eigene Haltung zu sexistischen Äußerungen und das eigene Handeln zu überdenken.

Das Ziel Chancengleichheit ist nur zu erreichen, wenn sich alle bei Diskriminierungen beispielsweise durch Sexismus einbringen und einmischen. Wir selbst haben es in der Hand.


Foto (v.l.): Thomas Trautmann, Thekla Kempe, Gabriele Grau, Ulrike Döcke, Jana Diesener und Jörg Augustin.

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