BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr

Michael Praetorius

Michael Praetorius, eigentlich Michael Schultheiß, wurde am 15. Februar 1571 als Sohn des lutherischen Pfarrers Michael Schulteis in Creuzburg bei Eisenach geboren. Er besuchte die Torgauer Lateinschule, bevor er ein Studium der Theologie in Frankfurt (Oder) absolvierte. Dort wurde er später auch Organist. 1595 ging er als Organist nach Lüneburg und wurde zum Kammersekretär des Fürsten Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel. 1604 wurde er zum Hofkapellmeister ernannt. Zwischen 1606 und 1612 arbeitete er mit dem berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit, Esaias Compenius, zusammen. Nach dem plötzlichen Tod von Heinrich Julius im Jahre 1613 wurde Praetorius Stellvertreter des Kapellmeisters im Dienste des Kurfürsten Johann Georg von Sachsen am Dresdner Hof. 1617 kam er an den Hof zu Sondershausen und reorganisierte dort die Kapelle des Grafen Schwarzburg. Bereits von Krankheiten gezeichnet, verlor er 1620 seine Position als Kapellmeister. Praetorius hinterließ eine große Zahl wertvoller Kirchenkompositionen (Messen, Motetten, Hymnen, Kirchenlieder etc.), aber auch weltliche Tänze sowie musikwissenschaftliche Schriften. Sein bedeutendstes Werk, das Syntagma musicum, gilt heute als wichtigste Quelle zur Aufführungspraxis der deutschen Musik des Frühbarocks. Michael Praetorius verstarb am 15. Februar 1621 in Wolfenbüttel.

 

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