„Netzwerk - elementare Bildung inklusiv“ für den Deutschen Kita-Preis nominiert

Die Aufregung unter den Mitgliedern des kreisweiten „ Netzwerkes - elementare Bildung inklusiv“ war groß als am 13. Februar 2020 Vertreter der Auswahlkommission für den Deutschen Kita-Preis zum Pressegespräch und Vor-Ort-Besuch in einer inklusiven Kita eintrafen. Die Nervosität war nicht unbegründet, denn es geht um viel Geld. Das Netzwerk ist für den Deutschen Kita-Preis nominiert und der Besuch der Kommission eine wichtige Hürde im Auswahlverfahren.

Das Netzwerk „Elementare Bildung inklusiv“ gründete sich im März 2017 im Rahmen des Bundesprogramms "Qualität vor Ort". Die Mitglieder des Netzwerkes setzen sich aus Vertretern der kommunalen und freien Trägerschaft, Leitungen und Fachkräften aus Kindertagesstätten sowie Mitarbeitern des Landkreises Harz zusammen. In regelmäßigen Arbeitstreffen arbeitet das Netzwerk intensiv daran, Unterstützungsangebote zu schaffen, die eine Kita für „Alle“ ermöglichen.

Der Deutsche Kita-Preis würdigt das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tagtäglich in und für Kitas zeigen, wie gute Qualität vor Ort gelingt. Der erste Platz ist mit 25.000 € und der zweite bis fünfte Platz sind mit jeweils 10.000 € Euro Preisgeld dotiert. Ausgezeichnet werden in zwei Kategorien Kitas und Bündnisse. Um den Preis zu gewinnen, muss man sich zunächst bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bewerben.

Nach einem erfolgreichen Telefoninterview landete das Netzwerk unter den zehn besten Bewerbern. Peter Bleckmann und Anna von Kölln von der Deutschen Kinder– und Jugendstiftung besuchten den Landkreis und das Netzwerk am 13. Februar einen Tag lang, um das Netzwerk kennenzulernen und eine Empfehlung für die Expertenjury zu erarbeiten. Die Begegnung mit der Kita-Preis-Kommission war in verschiedene Phasen aufgeteilt. Zunächst wurden drei Interviews in Kitas vor Ort geführt, dazwischen lag ein Pressegespräch und nachmittags fand ein Workshop mit der Steuerungsgruppe des Netzwerks statt.

Anna von Kölln empfand die Energie und das Engagement vor Ort in der Kita „Am Regenstein“ als „sehr beeindruckend.“ Im Pressegespräch in der Kita „Am Regenstein“ erklärte Anja Amft, Leiterin der Kita „Domänenhof“, dass ihre Einrichtung bereits mit dem Inklusionsgedanken eröffnet wurde. Es ginge nicht nur darum, ein individuelles Kind aufzunehmen, sondern auch das Elternhaus, das soziale Umfeld und die Schule mit zu bedenken. Bei den Hospitationen, die regelmäßig vom Netzwerk durchgeführt werden, ginge es Frau Amft vor allem darum, anderen Erziehern zu zeigen, wie man über die ersten Stolpersteine hinwegkommt.

In Zukunft hat das Bündnis noch viel vor. Das übergeordnete Ziel ist voneinander zu lernen und möglichst viele Einrichtungen im Landkreis Harz mit dem Inklusionsgedanken zu erreichen. Trotz Unterstützung der einzelnen Träger, z. B. durch zur Verfügung gestellte Räumlichkeiten, ist die fehlende Finanzierung ein hemmender Faktor.

Am 7. Mai 2020 erfährt das „Netzwerk - elementare Bildung inklusiv“ bei der Preisverleihung des Deutschen Kita-Preises in Berlin, ob es unter den Gewinnern ist. Die Preisverleihung kann auch über einen Livestream verfolgt werden.

Weitere Informationen zum Deutschen Kita-Preis und den anderen Nominierten erhalten Sie unter:
https://www.deutscher-kita-preis.de/.

 

© Almut Hartung E-Mail

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