Berkhan, Bruno Hermann Oswald

Bruno Hermann Oswald Berkhan wurde am 19. März 1834 als Sohn des Lehrers Wilhelm  und Frau Ferdinande in Blankenburg geboren. Er studierte Medizin in Würzburg, Göttingen, Prag und Wien. Promovierte 1856 in Würzburg und war 1858-1859 Assistenzarzt an der Privaten Behindertenanstalt von F. A. Erlenmeyer in Bensdorf bei Koblenz. Er war ein hervorragender Psychiater und mit dem leitenden Psychiater von Blankenburg Dr. Otto Müller befreundet. In den Jahren 1859-1860 erkrankten die Mannschaften des Leibbataillons und viele starben an der sogenannten „Grippe“ Trichinosis. Die Ärzte Dr. med. Scholz und Berkhan forschten unermüdlich und im Schlachthaus des Meisters A. Mühlert untersuchte er das Muskelfleisch von Armen infizierter Menschen. Die tatsächlichen Erfolge führten zur Bekämpfung der Krankheit und der Einführung der Trichinenschau. Die Krankheit konnte vollständig beseitigt werden in den Ländern wo es gesetzliche Trichinenschau gab. Im Jahre 1881 führte er eine Hilfsschule für Schwachsinnige ein und gab 1883 den Anstoß der Sprachheilkunde für Stotterer und Stammler an den Volkshochschulen in Braunschweig. Er war mit Alwine Werner verheiratet und verstarb am 15. Februar 1917 in Braunschweig.

 

© Matthias Meissner E-Mail

Zurück