Homberg, Wilhelm, Dr. med.

Dr. med. Wilhelm Homberg stammte aus einer Quedlinburger Familie und wurde am 08. Januar in Batavia geboren und kam als Jugendlicher nach Europa und studierte in Jena und Leipzig Rechtswissenschaften. 1674 ließ er sich als Advokat in Magdeburg nieder, aber gab seinen Beruf auf, da er sich mit Botanik, Astronomie und Physik beschäftigte und Studienreisen nach Italien, Frankreich, Holland und England unternahm. Kehrte nach Quedlinburg zurück und promovierte zum Dr. med. an der Uni Wittenberg. In Stockholm wurde er königlicher Leibarzt von Urban Hjaerne und folgte 1682 dem Angebot Colberts nach Frankreich. Für einige Jahre seit 1685 hatte er eine erfolgreiche Praxis in Rom und wurde nach seiner Rückkehr nach Frankreich 1861als erfolgreicher Gelehrter in die Academie Royale des Sciences aufgenommen. Homberg trat 1702 in die Dienste von Herzog Philipps II. von Orleans und ab 1705 wurde er dessen Leibarzt und einer der drei die Chemie vertretenden Pensionnaires an der Academie. Er publizierte Beiträge zur Botanik, Zoologie, Medizin, Physik und Chemie. Er entdeckte das „Hombergsche Phosphor“(Chlorcalcium) und die Borsäure. Am 24. September 1715 verstarb er in Paris.

 

© Matthias Meissner E-Mail

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