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Mit zukunftsfähigen Projekten auf demografischen Wandel reagieren

Gäste aus Weißrussland im Landkreis Harz:

Gäste aus Weißrussland im Landkreis Harz

Wie gelingt es, Bürger zur Beteiligung an der nachhaltigen Entwicklung ihrer Region zu motivieren? Und welche Rolle kann die öffentliche Verwaltung dabei spielen? Diese Fragen beschäftigten die Teilnehmer einer Delegation aus der Region Grodno (Weißrussland) bei ihrem Besuch im Landkreis Harz. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kirche informierten sich über die Arbeit des Agenda21-Büros und Projekte mit Bürgerbeteiligung im Landkreis Harz. Umweltbildungsprojekte wie der Energieerlebnispfad und die Bienenarbeitsgemeinschaften an Schulen, aber auch Bürgerprojekte wie der genossenschaftliche Dorfladen in Deersheim stießen auf großes Interesse bei den Besuchern und führten zu einer Flut von Fragen. Nicht nur sach- und fachkundige Auskunft, sondern auch praktischer Erfahrungen konnten Amtsleiter Immo Kramer und Elke Selke, Koordinatorin im Agenda21-Büro des Landkreises den Gästen vermitteln. Initiiert wurde der Besuch von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands.

Der demografische Wandel hinterlässt auch in der Region Grodno deutliche Spuren. Junge Menschen ziehen in die Städte, auf den Dörfern bleiben die älteren Menschen zurück. Nahversorgung und medizinische Versorgung können in den ländlichen Gebieten kaum noch erhalten werden. Diese schwierige Situation lässt jedoch auch neue Ideen und ganz neue Wege entstehen. Mehrere Akteure in Grodno engagieren sich für den Umbau hin zur ökologischen Landwirtschaft, von Bürgern gegründete Kooperativen vergeben Kleinkredite und schaffen neue Erwerbsmöglichkeiten auf dem Land. Ziel in Grodno ist die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsnetzwerkes, um zukunftsfähige Projekte umzusetzen.

Auch wenn viele Kilometer zwischen dem Landkreis Harz und Grodno liegen, sind die Probleme, die der demografische Wandel auf den Dörfern mit sich bringt, sehr ähnlich. Ein weiterer Informationsaustausch ist deshalb geplant.


Bildtext: Unter der Leitung des Projektleiters Franz Mamul (2. Von links) informierten sich die Gäste bei Immo Kramer (links) und Elke Selke (3. von rechts) über nachhaltige Projekte im Landkreis Harz

 

 

© Manuel Slawig E-Mail

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Gäste aus Weißrussland im Landkreis Harz:

Gäste aus Weißrussland im Landkreis Harz

Wie gelingt es, Bürger zur Beteiligung an der nachhaltigen Entwicklung ihrer Region zu motivieren? Und welche Rolle kann die öffentliche Verwaltung dabei spielen? Diese Fragen beschäftigten die Teilnehmer einer Delegation aus der Region Grodno (Weißrussland) bei ihrem Besuch im Landkreis Harz. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kirche informierten sich über die Arbeit des Agenda21-Büros und Projekte mit Bürgerbeteiligung im Landkreis Harz. Umweltbildungsprojekte wie der Energieerlebnispfad und die Bienenarbeitsgemeinschaften an Schulen, aber auch Bürgerprojekte wie der genossenschaftliche Dorfladen in Deersheim stießen auf großes Interesse bei den Besuchern und führten zu einer Flut von Fragen. Nicht nur sach- und fachkundige Auskunft, sondern auch praktischer Erfahrungen konnten Amtsleiter Immo Kramer und Elke Selke, Koordinatorin im Agenda21-Büro des Landkreises den Gästen vermitteln. Initiiert wurde der Besuch von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands.

Der demografische Wandel hinterlässt auch in der Region Grodno deutliche Spuren. Junge Menschen ziehen in die Städte, auf den Dörfern bleiben die älteren Menschen zurück. Nahversorgung und medizinische Versorgung können in den ländlichen Gebieten kaum noch erhalten werden. Diese schwierige Situation lässt jedoch auch neue Ideen und ganz neue Wege entstehen. Mehrere Akteure in Grodno engagieren sich für den Umbau hin zur ökologischen Landwirtschaft, von Bürgern gegründete Kooperativen vergeben Kleinkredite und schaffen neue Erwerbsmöglichkeiten auf dem Land. Ziel in Grodno ist die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsnetzwerkes, um zukunftsfähige Projekte umzusetzen.

Auch wenn viele Kilometer zwischen dem Landkreis Harz und Grodno liegen, sind die Probleme, die der demografische Wandel auf den Dörfern mit sich bringt, sehr ähnlich. Ein weiterer Informationsaustausch ist deshalb geplant.


Bildtext: Unter der Leitung des Projektleiters Franz Mamul (2. Von links) informierten sich die Gäste bei Immo Kramer (links) und Elke Selke (3. von rechts) über nachhaltige Projekte im Landkreis Harz

 

 

© Manuel Slawig E-Mail

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