Einzelfallarbeit im Örtlichen Teilhabemanagement wiederbelebt

Nach knapp 2 Jahren wieder da – Die Stelle des Einzelfalllotsen innerhalb des Örtlichen Teilhabemanagements ist seit dem 1. September endlich neu besetzt.

Von Maximilian Thomsen

Zur großen Freude des Projekts findet nun auch Einzelfallarbeit wieder statt. Nachdem Maximilian Thomsen im Februar 2020 zunächst die Projektkoordination übernommen hatte, ergriff er die Chance und belebt seit dem 01.09.2020 die Tätigkeit des Einzelfalllotsen wieder. Als studierter Sozialarbeiter kann er auf langjährige Erfahrungen in der Harzer Kreisverwaltung zurückblicken. Neben erfahrungsreichen Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe macht ihn auch seine berufliche Vergangenheit im Bereich der Behindertenhilfe zu einem qualifizierten Einzelfalllotsen.

Für Menschen mit Behinderung im Landkreis soll der Einzelfalllotse als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, sie beraten und unterstützen. Durch sozialpädagogische Einzelfallhilfe und Begleitung sowie durch Erfassung der individuellen Lebenssituation sollen Teilhabebedarfe und Teilhabebarrieren aufgedeckt und gemeinsam mit dem Projekt abgebaut werden. Neben der Aktivierung vorhandener Ressourcen stellt auch die Vermittlung an regionale Beratungsstellen und andere Hilfeangebote eine wesentliche Aufgabe dar. Der Einzelfalllotse verfügt über ein großes Netzwerk innerhalb des Landkreises Harz, was zur Überwindung von individuellen Problemlagen wichtig und hilfreich sein kann. Hierzu zählen die regionalen Träger und Einrichtungen der Behindertenhilfe, Werkstätten, Schulen und Kindertagesstätten sowie wesentliche Bereiche innerhalb der Verwaltung – Wie zum Beispiel das Sozialamt, Jugendamt oder Gesundheitsamt.

Der Zugang erfolgt auf verschiedenen Wegen. Oftmals werden Fälle durch das Sozialamt bekannt. Es sind jedoch auch andere Stellen, wie das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit, die bereits Klienten an den Einzelfalllotsen vermittelt haben. Möglich ist es allerdings genauso, dass Betroffene, die ergänzende Unterstützung benötigen, selber Kontakt aufnehmen oder über die Kolleginnen des Teilhabemanagements weitergeleitet werden. Nach einem ersten telefonischen Kontakt wird dann ein gemeinsamer erster Fahrplan besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt. Das kann heißen, dass ein Termin für einen Hausbesuch vereinbart wird oder die Vermittlung an andere Stellen erfolgt. Der Einzelfalllotse übernimmt hierbei keine Pflichtaufgaben des Landkreises, sondern ergänzende Unterstützung zur Stärkung der Teilhabe.

Eine weitere bedeutende Aufgabe des Einzelfalllotsen liegt darin, festgestellte Teilhabebarrieren und auch Teilhabedefizite, die generalisierbar sind, also auf ein generelles Problem ableitbar sind, an das Örtlichen Teilhabemanagement zu übermitteln. Mit diesen Erkenntnissen können die Teilhabemanagerinnen gemeinsam mit den Netzwerkarbeitsgruppen zum Abbau von einzelfallübergreifenden Barrieren im Kreisgebiet beitragen, um dem Ziel eines inklusiven Sozialraums Stück für Stück näher zu kommen. Das Örtliche Teilhabemanagement im Landkreis Harz ist das einzige Projekt im Land mit einem Einzelfalllotsen.

Maximilian Thomsen steht Ihnen unter der Rufnummer 03941 / 59 70 – 11 63 und per E-Mail unter maximilian.thomsen@kreis-hz.de zur Verfügung.

© Almut Hartung E-Mail

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