BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Arbeitsmarkt

Wirtschafts- und Arbeitsmarktakteure erarbeiten regionale Arbeitsmarktstrategie

In der neuen ESF-Förderperiode 2014-2020 verfolgt das Land Sachsen-Anhalt eine stärkere Regionalisierung der Arbeitsmarktförderung mit dem Ziel, die Chancen von im Wirtschafts- und im gesellschaftlichen Leben benachteiligten Menschen zu fördern. Der Landkreis Harz beteiligt sich an dieser Neuausrichtung, um somit die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen intensiver an den regionalen Bedarfen und Voraussetzungen auszurichten. Begleitet wird die Regionalisierung im Landkreis Harz durch einen sogenannten Regionalen Arbeitskreis, welchem neben regionalen Wirtschafts- und Sozialpartnern auch Vertreter der Kommunalen Beschäftigungsagentur, der Bundesagentur für Arbeit und des Städte- und Gemeindebundes angehören, und durch eine regionale Koordinatorin.

Die erste Sitzung des Regionalen Arbeitskreises unter dem Vorsitz des Landrates Martin Skiebe fand am 28. Oktober statt und thematisierte die konkreten Arbeitsschwerpunkte und die weitere Netzwerkbildung. Des Weiteren wurde Ralf Grimpe von der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, Leiter der Geschäftsstelle Wernigerode, als Stellvertreter des Vorsitzenden einstimmig gewählt.

Der regionale Arbeitsmarkt im Landkreis Harz ist durch besondere Handlungsschwerpunkte, wie zum Beispiel überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit älterer Menschen und Geringqualifizierung sowie zunehmenden Fachkräfteengpass, geprägt. Darüber hinaus erfordert die berufliche Integration von Alleinerziehenden und jungen Hilfebedürftigen spezielle Lösungsansätze. Mit der geplanten Zuweisung von Flüchtlingen in den Landkreis Harz rückt auch die Zielgruppe von Menschen mit Migrationshintergrund in den stärkeren Fokus. Ziel ist es, mit örtlichen Wirtschafts- und Sozialpartnern eine bessere und dauerhafte Eingliederung dieser genannten Personengruppen in den lokalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Im Rahmen der regionalen Arbeitsmarktstrategie wird dem Landkreis Harz zukünftig ein regionales Budget aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung gestellt. Hier greift die ESF-Förderrichtlinie „Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung“ mit den Förderbereichen „Aktive Eingliederung“, „Familien stärken – Perspektiven eröffnen“, „STABIL“ und „Schaffung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten – Jobperspektive 58+“.

Zu den entsprechenden Förderbereichen werden auf regionaler Ebene Wettbewerbsaufrufe erfolgen, an denen sich interessierte Projektträger beteiligen können. Weitere Informationen zur aktuellen ESF-Richtlinie, zu öffentlichen Wettbewerbsaufrufen, Verfahrensabläufen und zum Auswahlverfahren erhalten potenzielle Projektträger im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 2. Dezember.

Außerdem können sich Projektträger für weitergehende Informationen gerne mit Nadine Albrecht, der regionalen Koordinatorin des Landkreises Harz, telefonisch: 03941/59 70 15 05 oder per E-Mail: nadine.albrecht@kreis-hz.de in Verbindung setzen.

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