Corona Aktuelles

Vordrängen mutierter Viren auch im Landkreis Harz

Die grafische Darstellung (siehe Anlage) zeigt, wie schnell sich das Coronavirus ausbreiten kann, insbesondere wenn es sich wie hier, um eine der neuen Varianten handelt. Ausgehend von einer Meldung wurden innerhalb von acht Tagen 34 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Bei einigen der Betroffenen wurde die britische Mutation nachgewiesen. Leider kann dieser Nachweis aus logistischen und laborkapazitären Gründen nicht für alle Fälle veranlasst werden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Harz geht jedoch davon aus, dass diese Variante bei allen Fällen vorliegt.

Diese Grafik zeigt, dass es weiterhin wichtig ist, die Schutzmaßnahmen einzuhalten, wenn sich Personen treffen. Sie zeigt außerdem, dass der Schwerpunkt der Infektionen im Landkreis Harz überwiegend im privaten Bereich und im Arbeitsumfeld liegt. Gerade Letzteres, so haben die Befragungen der Betroffenen gezeigt, wäre in vielen dieser Fälle zu vermeiden gewesen. So muss dringend davon abgeraten werden Beratungen ohne medizinischen Mund-Nasen-Schutz durchzuführen, auch wenn es sich um einen großen Raum handelt und die abstände eingehalten werden können. Offensichtlich ist es in einigen Fällen über die Anreicherung von Aerosolen im Raum zu Ansteckungen gekommen. Beinahe keine Folgefälle sind zu finden, wenn alle Beteiligten FFP2-Masken getragen haben. Insofern muss auch von gemeinsamen Pausen abgeraten werden, da beim Essen und Trinken naturgemäß kein Schutz getragen werden kann. Der Raum sollte bei Verlassen gut gelüftet werden.

Auch wird deutlich, dass sich die Ansteckungen durch die britische Variante unglaublich schnell realisieren. Während bisher die mittlere Inkubationszeit (Zeit vom Tag des Kontaktes bis zum Tag, an dem die Kontaktperson ebenfalls positiv getestet wird oder Symptome zeigt) 5-7 Tage betrug, haben wir hier innerhalb von acht Tagen eine Übertragungskette mit bis zu vier Gliedern: private Häufung 1 > Firma 1 und Fima 3 > private Häufung 2 > Kindereinrichtung 5 ermittelt.

Auch wenn die Betroffenen glücklicherweise bisher überwiegend keine oder keine schweren Symptome zeigen, sind die Auswirkungen doch gravierend: Alle 35 positiv Getesteten sind in Isolierung und dazu musste 111 Personen gegenüber eine Quarantäne ausgesprochen werden. Ob hierunter weitere Personen infiziert sind, wird sich durch die Testungen in den nächsten Tagen herausstellen.

Das unerfreuliche Fazit ist, dass das Inzidenzziel von zunächst unter 50 nur erreicht werden kann, wenn die bekannten Regeln weiter und konsequent beachtet werden.

 

Vordrängen mutierter Viren auch im Landkreis Harz
Für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf das Bild.

© Julia Heinrich E-Mail

Zurück