Mit Natura 2000 wird ein zusammenhängendes Netz besonderer europäischer Schutzgebiete bezeichnet, dass aus FFH- und Vogelschutzgebieten besteht. Im gesamten Land Sachsen-Anhalt sind dies derzeit 266 FFH- und 32 Vogelschutzgebieten, die sich teilweise überlappen. Im Landkreis Harz gibt es 38 FFH- und sechs Vogelschutzgebiete.
Alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Gebieten erhalten Sie auf der Seite des Landesverwaltungsamtes Natura 2000 Sachsen-Anhalt.
Information über die bevorstehende Beschilderung der Natura 2000 Schutzgebietskulisse im Landkreis Harz auf der Grundlage des § 65 Abs. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG)
Natura 2000 ist die Bezeichnung für ein zusammenhängendes Netz besonderer europäischer Schutzgebiete und besteht aus Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten.
Um Lebensräume und Arten als Teil des Naturerbes der Gemeinschaft zu erhalten, wurden die Mitgliedstaaten der Europäischen Union verpflichtet, mit Natura 2000 ein zusammenhängendes europäisches Netz besonderer Schutzgebiete auszuweisen. Das Ziel von Natura 2000 ist es, innerhalb der europäischen Union einen günstigen Erhaltungszustand von Lebensräumen sowie von Tier- und Pflanzenarten zu bewahren oder wiederherzustellen.
Die Europäische Vogelschutz-Richtlinie (VSchRL, 2009/147/EG) und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie, 92/43/EWG) bilden die rechtlichen Grundlagen für das Schutzgebietsnetz Natura 2000. In Sachsen - Anhalt erfolgte die rechtsverbindliche Unterschutzstellung der Natura 2000-Gebiete per Landesverordnung (N2000-LVO-LSA) zum 21.12.2018. In der Verordnung für den Landkreis Harz werden 32 FFH-Gebiete und sechs Vogelschutzgebiete ausgewiesen. Die Gebietskulisse Natura 2000 umfasst mit insgesamt ca. 43.000 ha etwa 20 % der Fläche des Landkreises Harz.
Eine angemessenen Kennzeichnung der Gebiete mit amtlichen Schildern ist eine Voraussetzung, um darauf hinzuweisen, dass in diesen Gebieten spezifische Regelungen zum Schutz von Lebensräumen und gefährdeten Arten existieren, die eingehalten werden müssen.
Es ist beabsichtigt, die Umsetzung der bestehenden Kennzeichnungspflicht für die Natura 2000-Gebiete im Landkreis Harz in einem 1. Abschnitt von März bis September 2026 für folgende Schutzgebiete durchzuführen:
| EU-Code |
Landescode |
Gebietsname |
| DE 4231-302 |
FFH 0082 |
Devonkalkgebiet bei Elbingerode und Rübeland |
| DE 4230-302 |
FFH 0088 |
Elendstal im Hochharz |
| DE 4330-301 |
FFH 0089 |
Harzer Bachtäler |
| DE 4230-303 |
FFH 0090 |
Bergwiesen bei Königshütte |
| DE 4330-302 |
FFH 0094
|
Radeweg bei Hasselfelde
|
| DE 4331-301 |
FFH 0095
|
Bere- u. Mosebach südwestl. von Stiege |
| DE 4332-302 |
FFH 0096 |
Selketal und Bergwiesen bei Stiege |
| DE 4433-301 |
FFH 0098 |
Wipper im Ostharz |
| DE 4332-301 |
FFH 0162
|
Spaltenmoor bei Friedrichsbrunn |
| DE 4233-302 |
FFH 0177
|
Burgesroth und Laubwälder bei Ballenstedt |
| DE 4433-303 |
FFH 0178
|
Ziegenberg bei Königerode |
Weitere Informationen und Karten zu den Schutzgebieten sind auf den Seiten des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt.
Die Schilderstandorte werden an die örtlichen Gegebenheiten angepasst und mit den Flächeneigentümern und Nutzern abgestimmt.
Die Projektleitung und -koordinierung obliegt der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harz. Die technische Ausführung wird von einem externen Fachbetrieb übernommen. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union und nationalen Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Nachfragen können gerichtet werden an:
Landkreis Harz
Untere Naturschutzbehörde
Friedrich-Ebert-Str. 42
38820 Halberstadt
Udo Schwarzer
Tel.: 03941 5970-5709
E-Mail: Naturschutz@kreis-hz.de
Rechtsgrundlagen:
- N2000-LVO LSA, Landesverordnung zur Unterschutzstellung der Natura 2000-Gebiete im Land Sachsen-Anhalt (N2000-LVO LSA) mit Wirkung vom 21.12.2018, Amtsbl. d. Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (Sonderdruck) v. 20.12.2018).
- FFH-Richtlinie, Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, L 206 vom 22. Juli 1992, S. 7-50), zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU vom 13. Mai 2013 (ABl. L 158 vom 10. Juni 2013, S. 193-229).
- Vogelschutzrichtlinie, Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. L 20 vom 26. Januar 2010, S. 7-25), zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU vom 13. Mai 2013 (ABl. L 158 vom 10. Juni 2013, S. 193-229).
- Runderlass MULE, Kennzeichnung geschützter Teile von Natur und Landschaft, RdErl. Des MULE vom 4.2.2021 – 24.31-22495 (MBI. LSA. 2021, 240).
- BNatSchG, Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG), zuletzt geändert durch Art. 48 G v. 23.10.2024 I Nr. 323.
