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Gigabit-Ausbau 2023

Zukunftssichere Glasfaser für unsere Region

Mit dem geförderten Gigabit-Projekt 2023 baut der Landkreis Harz die digitale Infrastruktur in ausgewählten Ortsteilen der Städte Halberstadt und Osterwieck weiter aus. Bislang unterversorgte Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen erhalten einen leistungsfähigen Glasfaseranschluss direkt bis in das Gebäude beziehungsweise bis in die Wohnung.

Insgesamt sollen im Rahmen des Projekts 3.444 Adresspunkte erschlossen werden. Ein Adresspunkt bezeichnet eine förderfähige postalische Adresse. Hinter einem Adresspunkt können sich – beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern oder gemischt genutzten Gebäuden – mehrere Haushalte, Gewerbeeinheiten oder Einrichtungen befinden.

Mit dem Ausbau entsteht eine moderne und langfristig leistungsfähige Infrastruktur, die hohe und stabile Datenübertragungsraten ermöglicht. Davon profitieren unter anderem das Arbeiten im Homeoffice, digitale Bildungsangebote, Telemedizin, Streamingdienste sowie die zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und Verwaltungen.

Warum wird der Ausbau gefördert?

Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau konzentriert sich häufig auf Gebiete, in denen sich die erforderlichen Investitionen für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich darstellen lassen. Besonders in ländlich geprägten Regionen mit größeren Entfernungen und einer geringeren Anzahl potenzieller Anschlüsse ist dies nicht immer der Fall.

Das Förderprojekt schließt gezielt diese Versorgungslücken. Ausgebaut werden ausschließlich Adressen, für die im vorausgegangenen Markterkundungsverfahren keine ausreichende gigabitfähige Versorgung festgestellt und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen angekündigt wurde.

Der geförderte Ausbau leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse und stärkt den Landkreis Harz dauerhaft als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort.

Welche Gebiete werden ausgebaut?

Das Projekt ist in zwei Ausbaugebiete, sogenannte Lose, unterteilt.

Los 1 – Stadt Osterwieck
In der Stadt Osterwieck werden folgende Ortsteile und Ortslagen ausgebaut:

  • Hoppenstedt
  • Osterode
  • Veltheim
  • Rohrsheim
  • Zilly
  • Sonnenburg
  • Göddeckenrode
  • Rhode

In diesem Los sollen insgesamt 1.234 Adresspunkte erschlossen werden.

Los 2 – Stadt Halberstadt
In der Stadt Halberstadt umfasst das Ausbaugebiet folgende Ortsteile und Ortslagen:

  • Langenstein
  • Böhnshausen
  • Ströbeck
  • Athenstedt
  • Aspenstedt
  • Sargstedt
  • Mahndorf

EmerslebenIn diesem Los sollen insgesamt 2.210 Adresspunkte erschlossen werden.

Projekt auf einen Blick

Kennahl Wert
Gesamtfördersumme ca. 15,4 Mio. EUR
Bundesförderung 60 %
Landesförderung 40 %
Geplante Anschlüsse 3.444 Adresspunkte
Technologie Glasfaser bis in das Gebäude beziehungsweise bis in die Wohnung (FTTB/H)
Projektumsetzung epcan GmbH

Glasfaser bis in das Gebäude beziehungsweise bis in die Wohnung (FTTB/H)
Was bedeutet FTTB/H?

Beim Projekt Gigabit 2023 wird die Glasfaserinfrastruktur als FTTB/H-Netz errichtet:

FTTB – Fiber to the Building: Die Glasfaserleitung wird bis in das Gebäude geführt.
FTTH – Fiber to the Home: Die Glasfaserleitung wird innerhalb des Gebäudes bis in die einzelne Wohn- oder Nutzungseinheit weitergeführt.
Anders als bei älteren Breitbandtechnologien wird bei einem Glasfaseranschluss nicht nur ein Teil der Strecke, sondern die gesamte Verbindung bis zum Gebäude beziehungsweise bis zur Wohnung über Glasfaser hergestellt. Daten werden dabei durch Lichtsignale übertragen.

Glasfasernetze bieten hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, kurze Reaktionszeiten und eine deutlich größere Leistungsreserve als kupferbasierte Anschlüsse. Auch bei langen Leitungswegen treten kaum Leistungsverluste auf. Die neue Infrastruktur ist deshalb nicht nur für den heutigen Bedarf ausgelegt, sondern kann auch künftig steigende Datenmengen bewältigen.

Projektzeitplan

Projektphase Zeitraum
Planungen und Genehmigungen bis September 2026
Tiefbau und Backbone-Aubau Los 2 bis Juli 2027
Tiefbau und Backbone-Ausbau Los 1 bis Dezember 2027
Finaler Ausbau beider Lose April 2027 bis Dezember 2027
Inbetriebnahme und Projektabschluss Januar 2028 bis August 2028

Hinweis: Die Termine basieren auf dem aktuellen Bauzeitenplan und können sich durch Witterung, Genehmigungsverfahren oder andere externe Einflüsse verändern.

Was bedeutet der Ausbau für die betroffenen Orte?

Nach Abschluss des Projekts sollen mehr als 95 Prozent der förderfähigen Adressen in den Ausbaugebieten Zugang zu einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss erhalten.

Damit wird eine wichtige Grundlage geschaffen für:

  • zuverlässiges Arbeiten und Lernen von zu Hause,
  • digitale Dienstleistungen und Verwaltungsangebote,
  • die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen,
  • moderne Bildungs- und Gesundheitsangebote,
  • die Nutzung datenintensiver Anwendungen,
  • eine langfristige Aufwertung von Wohn- und Gewerbestandorten.

Das Glasfasernetz ist so ausgelegt, dass zukünftig höhere Bandbreiten ermöglicht werden können, ohne erneut umfangreiche Tiefbauarbeiten durchführen zu müssen.

Projektpartner und Förderung

Die Umsetzung erfolgt durch die epcan GmbH im Auftrag des Landkreises Harz.

Das Projekt wird gefördert durch:

Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung
Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt

Weiterführende Informationen

Förderprogramm Gigabitförderung des Bundes Bundesministerium
Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt Land Sachsen-Anhalt 

Kontakt:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Landkreis Harz-Breitbandkoordination
Frau Dörfler-Jobi
📞 03941 5970-5120
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