Gigabit-Ausbau 2024
Glasfaser für eine digitale Zukunft in Harzgerode (Kernstadt)
Mit dem geförderten Gigabit-Projekt 2024 baut der Landkreis Harz die digitale Infrastruktur in der Kernstadt Harzgerode gezielt weiter aus. Bislang unterversorgte Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen erhalten einen leistungsfähigen Glasfaseranschluss direkt bis in das Gebäude beziehungsweise bis in die Wohnung.
Insgesamt sollen im Rahmen des Projekts 1.009 Adresspunkte erschlossen werden. Ein Adresspunkt bezeichnet eine förderfähige postalische Adresse. Hinter einem Adresspunkt können sich – beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern oder gemischt genutzten Gebäuden – mehrere Haushalte, Gewerbeeinheiten oder Einrichtungen befinden.
Mit dem Ausbau entsteht eine moderne und langfristig leistungsfähige Infrastruktur, die hohe und stabile Datenübertragungsraten ermöglicht. Davon profitieren unter anderem das Arbeiten im Homeoffice, digitale Bildungsangebote, Telemedizin, Streamingdienste sowie die zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und Verwaltungen.
Warum wird der Ausbau gefördert?
Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau konzentriert sich häufig auf Gebiete, in denen sich die erforderlichen Investitionen für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich darstellen lassen. Besonders in ländlich geprägten Regionen mit größeren Entfernungen und einer geringeren Anzahl potenzieller Anschlüsse ist dies nicht immer der Fall.
Das Förderprojekt schließt gezielt diese Versorgungslücken. Ausgebaut werden ausschließlich Adressen, für die im vorausgegangenen Markterkundungsverfahren keine ausreichende gigabitfähige Versorgung festgestellt und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen angekündigt wurde.
Der geförderte Ausbau leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse und stärkt die Stadt Harzgerode sowie den Landkreis Harz dauerhaft als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort.
Das Projekt auf einen Blick
| Kennzahl | Wert |
| Gesamtfördersumme | ca. 2,7 Mio. EUR |
| Bundesförderung | 60 % |
| Landesförderung | 40% |
| Geplante Anschlüsse | 1.009 Adresspunkte |
| Ausbaugebiet | Kernstadt Harzgerode |
| Technologie | Glasfaser bis in das Gebäude beziehungsweise bis in die Wohnung (FTTB/H) |
| Projektumsetzung | Deutsche Telekom |
Welches Gebiet wird ausgebaut?
Das Ausbaugebiet umfasst förderfähige Adressen innerhalb der Kernstadt Harzgerode.
Dabei ist zu beachten, dass nicht automatisch jede Adresse innerhalb der Kernstadt Bestandteil des Förderprojekts ist. Welche Adressen gefördert ausgebaut werden dürfen, richtet sich nach den Ergebnissen des vorausgegangenen Markterkundungsverfahrens und den Vorgaben des Fördermittelgebers.
Adressen, die bereits über eine ausreichende Versorgung verfügen oder für die ein Telekommunikationsunternehmen einen eigenwirtschaftlichen Ausbau angekündigt hat, dürfen grundsätzlich nicht zusätzlich mit öffentlichen Mitteln erschlossen werden.
Glasfaser bis in das Gebäude beziehungsweise bis in die Wohnung (FTTB/H)
Was bedeutet FTTB/H?
Beim Projekt Gigabit 2024 wird die Glasfaserinfrastruktur als FTTB/H-Netz errichtet:
- FTTB – Fiber to the Building: Die Glasfaserleitung wird bis in das Gebäude geführt.
- FTTH – Fiber to the Home: Die Glasfaserleitung wird innerhalb des Gebäudes bis in die einzelne Wohn- oder Nutzungseinheit weitergeführt.
Anders als bei älteren Breitbandtechnologien wird bei einem Glasfaseranschluss nicht nur ein Teil der Strecke, sondern die gesamte Verbindung bis zum Gebäude beziehungsweise bis zur Wohnung über Glasfaser hergestellt. Daten werden dabei durch Lichtsignale übertragen.
Glasfasernetze bieten hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, kurze Reaktionszeiten und eine deutlich größere Leistungsreserve als kupferbasierte Anschlüsse. Auch bei langen Leitungswegen treten kaum Leistungsverluste auf. Die neue Infrastruktur ist deshalb nicht nur für den heutigen Bedarf ausgelegt, sondern kann auch künftig steigende Datenmengen bewältigen.
Projektzeitplan
Die einzelnen Projektphasen überschneiden sich teilweise. Während in einigen Bereichen noch Tiefbauarbeiten durchgeführt werden, können in bereits fertiggestellten Abschnitten schon Glasfasern eingeblasen, Verbindungen hergestellt oder Anschlüsse aktiviert werden.
| Projektphase | Vorgesehener Zeitraum | Leistungsschwerpunkt |
| Planung und Vorbereitung | Mai 2026 bis Oktober 2026 | Vorplanung, Netzplanung und Genehmigungen |
| Tiefbau | März 2027 bis November 2029 | Errichtung der Netztrassen und Hausanschlüsse |
| Installation und Aktivierung | April 2027 bis Dezember 2029 | Einbau der Netztechnik, technische Prüfung und Inbetriebnahme |
| Fertigstellung | Juli 2028 bis Janaur 2030 | Abschlussarbeiten, Dokumentation und Projektabschluss |
Die genannten Zeiträume beruhen auf dem aktuellen Bauzeitenplan. Witterungsverhältnisse, notwendige Genehmigungen, besondere örtliche Gegebenheiten oder andere äußere Einflüsse können zu Veränderungen im Bauablauf führen.
Was bedeutet der Ausbau für Harzgerode?
Nach Abschluss des Projekts sollen mehr als 95 Prozent der förderfähigen Adressen im Ausbaugebiet Zugang zu einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss erhalten.
Damit wird eine wichtige Grundlage geschaffen für:
- zuverlässiges Arbeiten und Lernen von zu Hause,
- digitale Dienstleistungen und Verwaltungsangebote,
- die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen,
- moderne Bildungs- und Gesundheitsangebote,
- die Nutzung datenintensiver Anwendungen,
- eine langfristige Aufwertung von Wohn- und Gewerbestandorten.
Das Glasfasernetz ist so ausgelegt, dass zukünftig höhere Bandbreiten ermöglicht werden können, ohne erneut umfangreiche Tiefbauarbeiten durchführen zu müssen.
Weiterführende Informationen
Förderprogramm Gigabitförderung des Bundes Bundesministerium
Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt Land Land Sachsen-Anhalt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Landkreis Harz - Breitbandkoordination
Frau Dörfler-Jobi
📞 03941 5970-5120
✉️ Breitband@kreis-hz.de
