Sie befinden sich hier: Startseite » Landkreis » Der Landkreis Harz » Städte und Gemeinden
BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Bürgerservice

Einheitsgemeinde Stadt Oberharz am Brocken

Wappen Stadt Oberharz am Brocken

Elbingerode (Harz)
Markt 1 - 2
38875 Oberharz am Brocken
Telefon 039454/450
Fax 039454/42 210
E-Mail: info@oberharzstadt.de
Internet: www.oberharzstadt.de

Ortschaften: Benneckenstein (Harz), Elbingerode (Harz), Elend, Hasselfelde, Königshütte (Harz), Rübeland, Sorge, Stiege, Tanne und Trautenstein

Alte Berg- und Hüttenorte auf der Hochfläche des Harzes

Die Stadt Oberharz am Brocken gründete sich im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in Sachsen-Anhalt und setzt sich aus den Ortschaften Benneckenstein, Elbingerode, Elend, Hasselfelde, Königshütte, Rübeland, Sorge, Stiege, Tanne und Trautenstein zusammen. Nach mehreren Optionen gab letztendlich der Bürgerwille den Ausschlag für die Bildung einer Einheitsgemeinde mit den Orten der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Brocken-Hochharz und der Stadt Elbingerode (Harz). Mit dem Zusammenschluss wollen die benachbarten Gemeinden auf der Hochfläche des Harzes ihre Interessen künftig gemeinsam vertreten. Dieser gemeinsame Weg wurde auch im zwischen den Partnern ausgehandelten Gebietsänderungsvertrag festgeschrieben. Eckpunkte des Vertrages sind die Festlegung des Stadtnamens „Oberharz am Brocken“, der Verwaltungssitz Elbingerode mit qualifizierten Bürgerbüros in Benneckenstein und Hasselfelde, die Einführung der Ortschaftsverfassung in den bisherigen Ortschaften und Gemeinden, die Neuwahl des Stadtrates, die Festschreibung der bisherigen Gemeindesatzungen bis Ende 2013 sowie die Sicherung von kommunalen Einrichtungen und die Fortsetzung von begonnenen Investitionen. Mit Inkrafttreten des Gebietsänderungsvertrages zum 1. Januar 2010 umfasste das Gebiet der Stadt Oberharz am Brocken eine Fläche von 27 152 ha, auf der 12 354 Einwohner leben. Heute umfasst das Gebiet 28 000 ha, auf dem 13 437 Einwohner leben.

Gemeinsam haben alle diese Orte auf der Hochfläche des Harzes ein ähnlich strukturiertes Wirtschaftsprofil. Alle Orte haben früher im Wesentlichen von der Montanindustrie in dieser oder jener Form gelebt. Das konnte der Bergbau selbst, die Verhüttung der Erze, die Weiterverarbeitung des Metalls oder die mit der Montanindustrie im Zusammenhang stehende Forstwirtschaft sein. Dies spiegelt sich auch im neuen Wappen der neuen Stadt wider. Es zeigt in Silber einen grünen Dreiberg und ein dessen größeren Mittelgipfel überspringenden schwarzen Hirsch mit achtendigem Geweih, überhöht von einem schwarzen Bergmannsgezähe, zwischen zwei aus den kleineren Außengipfeln wachsenden grünen Tannen, der Bergfuß ist mit drei silbernen Wellenlinien belegt. Das Wappen erklärt sich damit von selbst: Berge für den Harz, Fichten für den Waldreichtum, Hirsch für den Wildreichtum, Wellenlinien für den Wasserreichtum (Bergflüsse und Bodestauwerk) und Gezähe für die Bergbautradition der Region.

Drei Ortsteile der Stadt - Benneckenstein, Elbingerode und Hasselfelde - sind als Grundzentren ausgewiesen. Die Stadt verfügt über vier Gewerbegebiete und elf Wohngebiete. Verschiedene Gewerbebereiche, unter anderem der Gesteinsabbau, produzierendes Gewerbe, Transportwesen und Handwerksbetriebe haben sich in der Stadt etabliert. Den Gesteinsabbau betreibt die überregional bekannte Fels-Werke GmbH in Rübeland. Im produzierenden Gewerbe sollen hier die Stuhlfabrik GmbH in Benneckenstein, DK Systemtechnik GmbH, Altermann & Müller GmbH, Schiller & Müller GmbH in Hasselfelde, die Harzer Metallverarbeitungs-GmbH „BoRek“, Transformatorenbau GmbH Riedel in Elbingerode und der Gießerei- und Ofenbaubetrieb „Hermann Everken Olsberg GmbH“ in Königshütte, beispielgebend benannt werden, ohne die vielen anderen Betriebe außer Acht zu lassen. Im Transportwesen sind unter anderem die Firmen Pöttmesser in Hasselfelde, Ruhe in Rübeland, Beneke in Königshütte, Kallmeier in Elbingerode und das Busunternehmen Anderfuhr in Rübeland von Bedeutung.

Das Handwerk ist vielfältig vertreten. Es finden sich Dachdecker-, Tischler-, Maler-, Heizung/Lüftung/Sanitär- und Elektrobetriebe neben anderen Gewerken und Dienstleistungen, die hier nicht alle genannt werden können.
Ein nicht unbedeutender Wirtschaftszweig in diesem Wirtschaftsraum ist die Land– und Forstwirtschaft mit ihren landesbetriebenen und selbstständigen Forstwirtschaftsbetrieben sowie Agrargenossenschaften und selbstständigen Landwirten.

Die Verkehrsanbindung des Stadtgebietes ist gut entwickelt. In nördlicher Richtung quert den Raum um die Ortsteile Elbingerode/Rübeland und Königshütte die Bundesstraße B27 und die Bundesstraße B244. Die beiden Bundesstraßen verbinden den östlichen Raum aus Richtung Blankenburg beziehungsweise Wernigerode kommend mit dem Westharz in Richtung Braunlage mit Anbindung an die A36 und überregional an die Autobahnen A14 und A2. Weiterhin erschließen diesen Raum die Landesstraßen L96, L99 und L100. Die Bundesstraßen B81 und B242 queren in Ost beziehungsweise West-Richtung aus Halle/Saale und Magdeburg kommend das südlich gelegene Stadtgebiet ebenfalls in Richtung Westharz mit einer Anbindung zur Autobahn A7 und in den Thüringer Raum an die Autobahn A38.

In diesem Gebiet tragen die Landesstraßen L96, L97 und L98 zur verkehrlichen Erschließung des städtischen Gebietes bei. An das Netz der Bundesbahn sind viele der Ortsteile über die Harzquerbahn und im Bereich Rübeland/Elbingerode über die „Rübelandbahn“, die bis auf wenige Ausnahmen aber nur dem Gütertransport dient, angebunden. Unbedingt zu erwähnen sind auch die guten Verkehrsanbindungen, die der öffentliche Personennahverkehr bietet.

Die alten Harzer Berg- und Hüttenorte der Stadt Oberharz am Brocken sind von weiten Wiesenflächen und dichten Wäldern umgeben. Tief in die Hochfläche eingeschnittene Täler, die Bode und die Wasserflächen des Rappbode-Talsperrensystems prägen das landschaftliche Bild der Harzorte, in denen man noch heute überall auf Zeitzeugen einer über 1000-jährigen Siedlungs- und Bergbaugeschichte trifft. Traditionen des Bergbaus kann man in den Schaubergwerken "Büchenberg“ (verfügt über eine behindertengerechte Einfahrt und ermöglicht somit auch Rollstuhlfahrern eine Besichtigung) sowie "Drei Kronen und Ehrt“ (mit der Grubenbahn zu befahren) oder entlang des Bergbaulehrpfades erleben. Auch die für die Montanindustrie lebenswichtige Köhlerei ist in unserer Stadt noch mit einem Betrieb am “Stemberghaus“ vertreten und hat ein Köhlereimuseum eingerichtet. Dort kann man hautnah die schwere Arbeit der Köhler nachvollziehen und miterleben. Die Orte bieten sich wegen ihrer zentralen und verkehrsgünstigen Lage als Ausgangspunkte für Touren zum Brocken und dem Nationalpark "Hochharz" oder zu den Sehenswürdigkeiten am Harzrand an.

Für das enorme touristische Potential aller Orte stehen unter anderem  bekannte Ausflugsziele wie die berühmten Tropfsteinhöhlen in Rübeland oder die Westernstadt Pullmann-City II in Hasselfelde. Aber auch sozusagen „am Wegesrand“ kann man viel Interessantes entdecken wie zum Beispiel das Grenzmuseum in Sorge, den Wasserfall in Königshütte oder das Stieger Schloss. Weiterhin sind die kleinste Holzkirche in Elend, das Freizeithallenbad in Benneckenstein und die St. Salvatorkirche zu Trautenstein und die Bergwerke in Elbingerode zu benennen. Nicht nur ein besonderer Farbtupfer für das Auge, sondern später auch ein Leckerbissen für den Gaumen ist das Rote Höhen Vieh Harzerschlag, das in Tanne gezüchtet wird.

Die Pflege von Brauchtum und Traditionen hat in den Ortschaften der Stadt Oberharz am Brocken einen hohen Stellenwert. So bereichern über das ganze Jahr verteilt viele traditionelle und kulturelle Höhepunkte das Leben für die Bürger und Gäste der Stadt. Ob Karneval und „Skifasching“, Schlittenhunderennen in Benneckenstein oder das Oberharzer Skijöring in Elend, die Osterfeuer in den einzelnen Ortsteilen, das jährliche Köhlerfest in Hasselfelde, das Finkenmanöver in Benneckenstein, der Grasedanz in Rübeland/Neuwerk, der Harzer Kuhball in Tanne oder die Schützen- und Volksfeste in allen Ortschaften. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Veranstaltungen von Vereinen, wie beispielsweise des Blumenau-Vereins zur Pflege von Kulturbeziehungen, Religionsgemeinschaften und Bürgern. Eine Besonderheit ist auch der Goethesaal der Baumannshöhle. Allein hier finden im Jahr rund 120 Veranstaltungen statt.

Für Wanderfreunde und Biker bieten sich viele hunderte Kilometer Wander- und Radwege an, darunter Top-Wanderwege wie der „Harzer Hexenstieg“ oder „Wege der Deutschen Könige und Kaiser im Hochmittelalter“. Viele thematische Wanderwege machen in Form von Lehrpfaden auf Besonderheiten von Natur und Kultur aufmerksam und in dem Gebiet locken auch viele Stempelstellen für die Jagd nach der „Harzer Wandernadel“.

Im Winter lädt die abwechslungsreiche Gegend mit vielen gespurten Loipen zu einem aktiven Urlaub ein.
Die Stadt Oberharz hat derzeit 500 Tagesbesucher und pro Jahr mehr Übernachtungen als die Stadt Goslar.
Es gibt acht Touristinformationen: in Benneckenstein, Elbingerode, Elend, Hasselfelde, Sorge, Stiege, Tanne und Trautenstein. Sechs der Orte sind Luftkurorte, fünf Erholungsorte. Für Gäste stehen rund 3 500 Betten zur Verfügung und 2009 konnten rund 327 000 Übernachtungen gezählt werden.

Kinderfreundlichkeit wird in der Stadt Oberharz am Brocken groß geschrieben. Von den 10 Ortsteilen verfügen Benneckenstein, Elbingerode, Elend, Hasselfelde, Königshütte, Stiege und Tanne über Kindertagesstätten. Benneckenstein und Hasselfelde verfügen über eine Grundschule, Elbingerode über eine Grund- und eine Sekundarschule. Schulhorte sind in allen Schulstandorten vorhanden. Der Jugendarbeit wird mit Jugendklubs und Veranstaltungen Rechnung getragen. Die Berufsfachschule Altenpflege und Sozialassistenz im Mutterhaus Elbingerode hat sich einen guten Namen erarbeitet. Sie bildet christlich orientierte Jugendliche zum Altenpfleger/in oder Sozialassistent/in aus.

Für Bürger sowie Gäste gibt es eine Reihe von sportlichen und kulturellen Angeboten, die sich positiv auf die Lebensqualität auswirken. Als Beispiele seien hier nur die Sporthallen, Sport- und Tennisplätze, Schießanlagen, Freibäder, die Bibliotheken oder das ausgedehnte Wanderwegenetz mit einer Vielzahl thematischer Wege genannt. Die medizinische Betreuung der Bevölkerung und der Feriengäste wird durch ein Krankenhaus, eine RehaKlinik und viele praktizierende Ärzte und Zahnärzte sichergestellt.

Diese Vielfalt spiegelt sich auch in einem regen Vereinsleben wider. Ob sportliche Aktivitäten von Fußball bis Tischtennis, Trialsport, Höhlenforschung, Kleintierzucht, Heimatgeschichte Kultur, eine Vielzahl von Vereinen deckt fast das gesamte Spektrum der Interessen ab.

Zurück