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BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Bürgerservice

Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck

Luftaufnahme Osterwieck ©Baier

Am Markt 11
38835 Osterwieck
Telefon 039421/79 30
Fax 039421/79 37 88
E-Mail: info@stadt-osterwieck.de
Internet: www.stadt-osterwieck.de

Ortschaften: Berßel, Bühne, Dardesheim, Deersheim, Hessen, Lüttgenrode, Osterode am Fallstein, Osterwieck, Rhoden, Rohrsheim, Schauen, Veltheim, Wülperode und Zilly

Perle der Fachwerkkunst und altes Siedlungsgebiet

13 Orte und die Stadt Osterwieck schlossen sich zum 1. Januar 2010 zur Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck zusammen. Zwischen Ilse, Aue und Fallstein entstand damit die circa 11 300 Einwohner zählende neue Stadt Osterwieck, die sich über eine Fläche von 213 km² erstreckt.
Die Stadt zählt zu den ältesten besiedelten Gebieten am Harzrand. Noch heute künden zahlreiche Kirchen, Schlösser und Burgen sowie die zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäuser von der wechselvollen, zum Teil über 1 000-jährigen Geschichte, aber auch von der Bedeutung der Stadt und ihrer Umgebung in früheren Zeiten. Heute weisen touristische Routen wie die "Deutsche Fachwerkstraße" und die "Straße der Romanik" auf die kulturhistorische Bedeutung der Stadt hin.

So findet der interessierte Besucher in Osterwieck auf kleinstem Raum konzentriert alle Stilrichtungen deutscher Fachwerkbaukunst. Das in seiner Geschlossenheit einzigartige Fachwerkensemble mit über 400 Häusern zählt zu den wertvollsten in den neuen Bundesländern. Dass die unter Denkmalschutz stehende Altstadt heute wieder zunehmend in alter Schönheit erstrahlen kann, ist vor allem der Initiative öffentlicher und privater Bauherren zu verdanken, die nach 1990 unter Nutzung des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ kräftig in den Erhalt von Häusern und Straßen investiert haben.

Die im 12. Jahrhundert erbaute St. Stephani-Kirche mit ihren beiden romanischen Türmen ist nicht nur weithin sichtbares Wahrzeichen, sondern auch die älteste und bedeutendste Kirche der Stadt und besitzt viele historisch wertvolle Kulturschätze. Das über 450 Jahre alte Kirchenschiff ist ein Wiederaufbauwerk des 1990 gegründeten, ersten deutsch-deutschen Kirchenbauvereins. Doch nicht nur in Osterwieck selbst, sondern auch in den anderen Ortschaften engagieren sich viele Bürger für den Erhalt historischer und wertvoller Gebäude. So setzt sich der Förderverein Schloss Hessen e. V. gemeinsam mit weiteren Institutionen und Behörden seit Jahren für den Erhalt und die Sanierung der Gebäude und des angrenzenden Parks und Lustgarten ein. Erste Teilbereiche konnten bereits fertig gestellt werden. Auch in die Wasserburg in Zilly, deren älteste Teile aus dem 14. Jahrhundert stammen, konnte Dank der engagierten Arbeit der Fördervereinsmitglieder wieder Leben einziehen. Heute kann die Kernburg in großen Teilen wieder besichtigt werden und sie entwickelt sich zunehmend zum kulturellen Mittelpunkt des Dorflebens. Die „Harzer Bikerschmiede“ beherbergt in Zilly ein Motorrad der Superlative, was ein Muss für jeden Motorradfreund ist. Hier finden jährlich Biker- und Oldtimerfeste statt.
Kirchenbauten, kleine Kapellen, sehenswerte Gutshäuser und liebevoll gepflegte Fachwerkbauten kann man jedoch überall in den Orten der Stadt finden.

Vor allem die unmittelbar im ehemaligen Sperrgebiet der deutsch-deutschen Grenze gelegenen Ortschaften haben sich in den zurückliegenden Jahren zu wahren Schmuckstücken entwickelt. Im Ort Rhoden befinden sich noch ein Stück der Mauer und ein ehemaliger Grenzturm. Doch nicht nur hier, sondern in allen Orten wurde die Infrastruktur erneuert. Straßen, Wege und Plätze konnten neu gestaltet werden, öffentliche Gebäude und private Wohnhäuser wurden saniert oder entstanden neu.

Die verbesserte Infrastruktur und gute Verkehrsanbindung hat insgesamt zu einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung geführt. Die neue A36 erreicht man in wenigen Minuten, von hier gibt es direkte Anschlüsse zu den umliegenden größeren Harzstädten Wernigerode, Quedlinburg und Goslar sowie zur A14 und A395. Über die B79 ist die Kreisstadt Halberstadt und die Landeshauptstadt Magdeburg zu erreichen.

Zahlreiche Dienstleistungsunternehmen, Betriebe des Handwerks, des produzierenden Gewerbes, des Handels und der Landwirtschaft haben sich in der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck angesiedelt. Die vorhandenen fünf Gewerbegebiete und ein Industriegebiet sind gut belegt, ein weiteres Gewerbegebiet ist erschlossen worden.

Als "Stadt der erneuerbaren Energien" hat Dardesheim seit 2006 international und bundesweit auf sich und die innovative Arbeit rund um den Energiepark "Druiberg" aufmerksam gemacht.
Dort findet jährlich das Musikfestival „Rock im Mai“ großen Zulauf. Das Besondere dabei ist, dass der benötigte Strom direkt vom Windpark, also durch grüne Energie, genutzt wird. Das Dardesheimer Stadtorchester ist gleichfalls sehr bekannt und konnte seit 1992 wiederholt den deutschen Meistertitel erringen. Hier anknüpfend sollte auch unbedingt das Rhodener Fanfarenorchester erwähnt sein, dass auf eine 50-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Beispielgebend ist ebenfalls die Entwicklung des traditionsreichen Backhauses Siemer, das nicht nur eine neue Produktionsstätte in Schauen errichtet hat, sondern heute über 30 Backwarenfilialen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen betreibt. Auch der Bio-Geflügelhof in Deersheim mit seinen vier Standorten ist eines der modernen landwirtschaftlichen Unternehmen.

Zu einer modernen Infrastruktur zählen aber auch Einrichtungen zur Versorgung und Betreuung der Bevölkerung. In der neuen Stadt Osterwieck gibt es 14 Kindertagesstätten, einen Hort, drei Grundschulen, die Sekundarschule „Thomas Mann“ in Dardesheim und das Fallstein-Gymnasium in Osterwieck, welches als offene Ganztagsschule geführt wird.
Für ältere oder kranke Einwohner stehen ein Alten- und Pflegeheim beziehungsweise eine Seniorentagespflege in Osterwieck zur Verfügung.

Allgemeinmediziner, Zahnärzte und weitere Fachärzte haben sich mit eigenen Praxen niedergelassen und sichern die medizinische Betreuung der Bürger ab.

Und natürlich bieten die Orte auch viele Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung. So gibt es in Hessen, Osterwieck, Schauen, Zilly und Rohrsheim sanierte Freibäder. Sport-, Heimat-, Kultur- und Traditionsvereine, Kleintierzucht- und Gartenvereine, Chöre, Dorfklubs und nicht zu vergessen die achtzehn Freiwilligen Feuerwehren sorgen für ein vielfältiges kulturelles Leben und ein buntes Veranstaltungsangebot, das von anspruchsvollen Konzerten über Volks- und Schützenfeste, Heimatausstellungen, Oldtimer- und Technikfeste bis hin zum Märchenfestival oder Weihnachtsmärkten und Krippenspielen reicht. Zwei hiesige Musikschulen sorgen für steten Nachwuchs. Gleichfalls sind die Programme der Karnevalsvereine in Bühne, Deersheim, Rhoden, Hessen und Osterwieck sehr unterhaltsam und über die Grenzen hinaus bekannt.

Für Einheimische und Besucher bieten sich aber auch viele Ausflugsmöglichkeiten in den Fallstein und in den Harz. Die Ortschaften sind von herrlichen Wander- und Radwegen umgeben. Eine schöne Aussicht bietet sich vom über 100 Jahre alten Bismarckturm am Fallstein, das Okertal lädt bei Wülperode zu erholsamen Spaziergängen ein und immer wieder locken alte Kirchen, Schlösser und Herrenhäuser sowie historische Gebäude zum Entdecken von Geschichten und Gaststätten zum Verweilen in einer malerischen Landschaft.

Die Naturerlebnisroute am Grünen Band, eine Rundtour für Wanderer und Genussradler verbindet die pittoresken mittelalterlichen Stadtbilder der deutschen Partnerstädte Hornburg und Osterwieck mit malerischen Naturschönheiten.

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