BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Presseinfos

Ziel: EU-Aktionsprogramme als Finanzierungsquellen strategisch nutzen

Teilnehmer Schulung EU-Förderung

17 Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter von Landkreisen sowie aus größeren Städ-ten und Gemeinden haben unlängst einen sechstägigen Kurs der Fortbildungsreihe „EU-Förderung für Kommunen“ in Magdeburg erfolgreich absolviert.
Sie stehen ihren Kommunen jetzt als Experten und erste Ansprechpartner für EU-Förderthemen zur Verfügung.
Im Zentrum der Qualifizierung standen umfassende Informationen über die sogenannten EU-Aktionsprogramme, mit denen die Europäische Kommission den Erfahrungsaustausch, den internationalen Wissenstransfer und die Vernetzung fördert. Die Teilnehmer haben gelernt, wie die Förderlandschaft insgesamt und speziell die von EU-Aktionsprogrammen aussieht, wie diese Programme funktionieren und wie Kommunen von der Förderung internationaler EU-Kooperationsprojekte profitieren können. Über Investitionen in die Infrastruktur hinaus sind intelligente Strategien und Konzepte gefragt. Vorgestellt wurden u. a.:
- Europa für Bürgerinnen und Bürger – ein Bürgschaftsprogramm,
- Erasmus+ – ein neues Bildungsprogramm für Mobilitätsprojekte und strategische Partnerschaften,
- ABItour goes Europe – ein Mobilitätsprogramm sowie
- das neue INTERREG-Programm 2014-2020.

Durch die Nutzung dieser und weiterer Programme können die weniger werdenden Förder-mittel aus den Strukturfondstöpfen der EU-Förderperiode 2014-2020 sinnvoll ergänzt und in den Kommunen notwendiger finanzieller Spielraum geschaffen werden. Die Informationen und Übungen zum Projektmanagement, die speziell an den letzten drei Tagen vermittelt wurden, gaben Anregung, wie das praktisch vor sich gehen kann.
Die Veranstalter sind sich sicher: Die neuen Förderexperten der Kommunen sind gut gerüstet und werden sich in ihren Regionen vor Ort als Ansprechpartner etablieren. Sie sind nunmehr in der Lage, Projektansätze zu generieren und zur Antragsreife zu bringen oder Kooperationsangebote von europäischen Partnern gezielt in die Kommunalverwaltung hineinzutragen. Wichtige Themen sind unter anderem die Fachkräftegewinnung, die Vermarktung der Region und ihrer Unternehmen, die Vernetzung der Kommune innerhalb Europas sowie die Pflege internationaler Partnerschaften. Karin Müller, die in der Wirtschaftsförderung des Landkreises tätig ist, sagte über den Lehrgang: „So kompakt und gleichzeitig praxisnah vom Förderprogramm über Antragstellung und Übung am konkreten Beispiel habe ich in den vergangenen 20 Jahren noch keine Veranstaltung zu Förderprogrammen erlebt.“ Die Fachleute der EU Service-Agentur mit hervorragenden Referenten ergänzt haben hier eine tolle Schulung auf die Beine gestellt und stehen den Kommunen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Hintergrund:
Die EU Service-Agentur ist eine Beratungseinrichtung unter dem Dach der Investitionsbank, die durch gezielte Unterstützung Akteure aus Sachsen-Anhalt für die Fördermöglichkeiten der EU sensibilisiert und die Teilnahme an diesen Förderprogrammen erleichtert.

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