Information zum Stand des Planfeststellungsverfahrens für den Bau und den Betrieb einer Deponie in der Gemarkung Reinstedt: Verfahren ruht derzeit

Bis zum Ablauf der Einwendungsfrist Anfang September sind beim Landkreis Harz beziehungsweise den Städten Falkenstein/Harz und Seeland 957 Einwendungen betroffener Bürger eingegangen.

Der größte Teil der Einwendungen beinhaltet ähnliche Bedenken, unter anderem Auswirkungen auf Gewässer, Luftverunreinigungen durch Feinstaub, Lärmbelastungen, bereits jetzt unzureichende Straßenverhältnisse und dadurch auch Gefährdungen von Radfahrern und Kindern, befürchtete Straßenverschmutzungen, erhebliche Ortsbildbeeinträchtigungen und damit Veränderungen des Landschaftsbildes, Wertverlust anliegender Grundstücke, bereits jetzt herrschende Beeinträchtigung durch Windpark, Kieswerk, Motorsportanlage, Recyclingfirmen, Solaranlagen, Angst vor „illegalen Abfallbeseitigungen“ anderer als der beantragten Abfälle und auch sinkende Lebensqualität der Anwohner. Diese wurden zusammen mit den behördlichen Stellungnahmen dem Vorhabenträger übergeben.

Nach Sichtung und Prüfung der Einwendungen und insbesondere der behördlichen Stellungnahmen, wurde festgestellt, dass ein Teil der bisher eingereichten Unterlagen nachzuarbeiten ist beziehungsweise die Antragsunterlagen ergänzt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel Geruchsimmissionsprognose, Schallgutachten, Staubprognose, Umweltverträglichkeitsstudie, Spezieller artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, landschaftspflegerischer Begleitplan, FFH-Verträglichkeitsuntersuchung und straßenverkehrliche Belange (insbesondere zur Zufahrt).

Aus diesem Grund ruht das Planfeststellungsverfahren bis zur Einreichung der nachgeforderten Unterlagen. Der ursprünglich für Dezember anvisierte Erörterungstermin findet aus diesem Grund nicht mehr in diesem Jahr statt. Ein neuer Termin für die Erörterung der Einwendungen wird rechtzeitig bekannt gegeben.

© Julia Heinrich E-Mail

Zurück