25. November 2020 Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Gewalt gegen Frauen wird oft geleugnet, nicht ernst genommen, bagatellisiert oder ignoriert. Die Folge: Betroffene sprechen aus Scham und Angst nicht über das Erlebte. Und Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen, sondern mitten in unserer Gesellschaft: Jede dritte Frau in Deutschland erlebt im Laufe ihres Lebens sexuelle und/oder körperliche Gewalt. Viele Frauen erleben Gewalt in ihrem Alltag: Alle fünf Minuten wird in Deutschland eine Frau misshandelt, gestalkt oder bedroht.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harz, Susann Spiegel, zeigt sich solidarisch und setzt ein Zeichen, um das Thema an die Öffentlichkeit zu tragen und hierfür zu sensibilisieren.

Allerdings steht der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen in diesem Jahr wie so vieles unter der aktuellen Entwicklung der Pandemie. Zum einen verstärkt die Krise die bereits bestehenden Ungleichheiten und Probleme, auch und gerade beim Thema Häusliche Gewalt.

Zum anderen wird im Landkreis Harz auf geplante Veranstaltungen zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ verzichtet. Von daher wurde überlegt, welche Möglichkeiten bestehen, trotzdem die Öffentlichkeit auf dieses Thema aufmerksam zu machen.Im Rahmen einer kreativen Bilderausstellung werden im Landratsamt in der Friedrich-Ebert-Straße Ergebnisse aus der MIA-Mädchen*woche zum Thema "Mädchen*geschichten", die in diesem Sommer vom 17. - 21. August in Halberstadt und Quedlinburg stattfand, ausgestellt. Zu sehen sind Werke, die sensibilisieren, berühren und zum Nachdenken anregen.

Hierbei werden Biografien dargestellt, schöne Erinnerungen in den Bildern wiedergegeben, aber auch Erlebnisse von Gewalt, die bereits junge Mädchen in verschiedensten Formen erleben. Diese Ausstellung soll auch ein klares Signal gegen Gewalt an Mädchen und Frauen setzen.

© Julia Heinrich E-Mail

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