Informationen des Umweltamtes Vermeintlich aufsteigender Rauch Recyclinghof Blankenburg

Bei den Löscharbeiten während des Brandes am 26. August 2020 in der Recyclinganlage am Platenberg in Blankenburg wurden erhebliche Mengen Löschwasser in die Altholzhaufwerke eingetragen. Auf Grund der erhöhten Feuchtigkeit setzten biologische Prozesse ein, die neben einer Geruchsbildung auch zu einer stärkeren Selbsterhitzung der noch vorhandenen Altholzmassen führen. Gerade bei den jetzigen Außentemperaturen ist die Wärmentwicklung anhand des über den Haufwerken aufsteigenden Wasserdampfs (Brüden) deutlich zu erkennen. Es handelt sich dabei nicht zwangsläufig um einen Brand.

Bei der Aufarbeitung des Holzes (Aufnehmen, Schreddern, Sieben) treten gelegentlich Glutnester in Erscheinung. Diese werden durch Mitarbeiter des Unternehmens unmittelbar bekämpft. Begleitet sind die Aufarbeitungsprozesse aber generell mit in erheblichem Maße aufsteigendem Brüden. Über zuletzt aufgetretene Branderscheinungen hat die Betreiberin nach eigener Aussage die Feuerwehr und die Einsatzleitstelle des Landkreises Harz informiert.

Die Betreiberin stellt durch eigene Mitarbeiter weiterhin eine Brandwache, um weiteren Schaden für die Umwelt und den Anlagenbetrieb zu vermeiden.

Durch die Untere Immissionsschutz- und die Untere Abfallbehörde des Landkreises Harz erfolgen regelmäßig Kontrollen des Anlagenbetriebes. Für die Wiederherstellung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs ist der Betreiberin eine Frist bis zum 30. November 2020 eingeräumt. Bei einer Anlagenbegehung Anfang Dezember 2020 wird über die weitere Vorgehensweise durch das Umweltamt des Landkreises Harz entschieden. Seit dem Brandereignis sind große Mengen des Holzabfalls aus der Anlage abgefahren und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt worden.

© Julia Heinrich E-Mail

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