Hirsch, Max

Max Hirsch ist am 30.Dezember 1832 in Halberstadt als Sohn eines Handschuhmachers und Neffe des bekanntesten jüdischen Publizisten Ludwig Phillippson. Nach dem Besuch des Magdeburger Domgymnasium studierte er in Tübingen, Heidelberg und Berlin Volkswirtschaftslehre und promovierte auf diesem Gebiet.1863 ließ er sich als Kaufmann und Vertragsbuchhändler in Magdeburg nieder. Kam hier in Kontakt mit liberalen Sozialvorstellungen und mit der sich bildenden demokratischen Vereinsbewegung, wo er ab 1863 mit Uhlich an der Spitze des Magdeburger Arbeiterbildungvereine stand. Zeitgleich war er Mitbegründer des Verbandes deutscher Arbeitsbildungsvereine und 1864 Mitglied des ständigen Ausschusses. War auch Mitbegründer verschiedener Vereine, die sich mit Volksbildung und Sozialpolitik befassten. Seine organisatorische Geschäftigkeit und seine Lehrtätigkeit ragte an der mitbegründeten Volksuniversität (Humboldt-Akademie) heraus. 1898-1900 Vorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft und zwischen 1869-1893 wiederholt Mitglied des Deutschen Reichstages. 1898-1905 gehörte er als  Abgeordneter der Freisinnigen Volkspartei  dem Preußischen Abgeordnetenhaus an. Gestorben in Homburg am 26.Juni 1905.

 

© Matthias Meissner E-Mail

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