Repgow, Eike von

Eike von Repgow wurde zwischen 1180 und 1190 in Repgow geboren. Entstammt einer schöffenfreien Familie mit Sitz und Stammgut in Reppichau. Sie gehörte zu den Vasallen. Er bekam in seiner Jugend Unterricht von einem Weltgeistlichen bzw. gelehrte Laien. Vermutlich war es die Halberstädter Domschule (oder Magdeburg). Man erkennt die Grundkenntnisse der Grammatik im „Sachsenspiegel“. Der „Sachsenspiegel“ war das erste Rechtsbuch und eines der ersten Prosawerke. Eike schrieb den „Sachsenspiegel erst in latein und dann in niederdeutsch. Besondere Freundschaft verband ihn mit Graf Hoyer von Falkenstein, der zugleich Stiftsvogt von Quedlinburg und vermutlich Lehnsherr von Eike von Repgow war. Dieser hatte maßgeblich Einfluss auf die Verbreitung des „Sachsenspiegels“. Er wurde 6 mal urkundlich erwähnt (1209 in Mettine, 1215 in Schloss Lippehne, 1218 in Grimma, 1219 in Goslar, 1224 in Eilenburg, 1233 in Billingsdorf). Durch das Reisen erhielt er Einblicke in die bäuerliche, ritterliche und geistliche Lebensweise und hatte moderate Kenntnisse im kanonischen und römischen Recht. Seine umfassende Rechtskunde erhielt er Als Teilnehmer  an Beurkundungen, Verhandlungen und Gerichtstagen, wo er sicher standesgemäß als Schöffe tätig war. Ab dem Jahre 1233 gibt es keine Spur mehr von Eike von Repgow.  

 

© Matthias Meissner E-Mail

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