BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Presseinfos

Netzwerk erzieherischer Kinder- und Jugendschutz lud zum Fachtag „Crystal Meth“ ein:

Zielgruppenorientierte Arbeit soll großen Informations- und Diskussionsbedarf bedarf künftig unterstützen

Crystal Meth gilt als eine sehr gefährliche Droge mit großem Abhängigkeitspotenzial.
Längst sind die Probleme und Gefahren, die sich aus dieser Modedroge ergeben, nicht mehr nur auf die Grenzregionen in Bayern, Thüringen und Sachsen ist beschränkt.

Die Tatsache, dass der Missbrauch von Crystal Meth auch im Landkreis Harz angekommen ist, veran-lasste den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Landkreises Harz, einen Fachtag für pädagogische Fachkräfte und Mitarbeiter im Tätigkeitsfeld der offenen Jugendarbeit zu diesem Thema zu organisieren. Die überraschend hohe Resonanz auf die Einladungen zeigte, dass es einen großen Bedarf an Wissen in diesem Bereich gibt. Über 80 Anmeldungen überschritten weit die Kapazitäten der freien Plätze.

Ziel der Veranstaltung war die Vermittlung von Basiswissen sowie das Aufzeigen der Strukturen von Hilfsmöglichkeiten in der Region. Dazu konnte als Referent Dr. Eckart Grau, Chefarzt der Rehabilitation Sucht und Ärztlicher Direktor des Diakoniekrankenhauses Harz GmbH, gewonnen werden, der sich aus medizinischer Sicht dem Thema des Chrystal Meth- Konsums und den damit verbunden Problemen widmete. Mit großem Interesse wurde auch das Referat von Holger Eheleben, Kriminalhauptkommissar im Polizeirevier Harz und Leiter des SG 4 Jugend & Rauschgift, verfolgt. Er nahm Bezug auf rechtliche und kriminalpolizeiliche Aspekte und klärte über die derzeitige Situation im Landkreis Harz auf. Auch Helga Meeßen-Hühne, Dipl.-Sozialpädagogin und Suchttherapeutin von der Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt, bereicherte diesen Fachtag mit Fakten und Argumentationen aus Sicht der Suchtprävention.

Die vielfältigen Inhalte wie beispielsweise die Wirkungsweise von Crystal Meth, die Konsummotivation, die Erkennbarkeit spezifischer Anzeichen des Crystal‐Konsums, die Möglichkeiten und Grenzen von Hilfsangeboten wurden erörtert beziehungsweise intensiv diskutiert.

Es war eine interessante und informative Fachtagung mit sehr guten Beiträgen, die unbedingt fortgesetzt werden sollte – so lautete das Resümee vieler Teilnehmer. Leider reichte die Zeit nicht aus, um die vielfältigen Fragen zu beantworten und den enormen Diskussionsbedarf zu stillen. Deshalb gibt es Überlegungen, zukünftig entsprechende Angebote in unterschiedlichen Veranstaltungen noch zielgruppenorientierter zu etablieren, um sich über neue Wege der Hilfe auszutauschen und weitere praxisrelevante Erkenntnisse zu gewinnen.

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