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Gesucht und Gefunden!

Chancen und Möglichkeiten der Gewinnung von Arbeitskräften durch das ESF-Förderprogramm „Familien stärken, Perspektiven eröffnen“

v.l.n.r. Madeleine Dräger (Jobcoach), Pamela Sattler und Sandra Thormeier (Foto: Albrecht)

Pamela Sattler ist 32 Jahre alt und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern im Alter von 6 und 13 Jahren. Trotz einer abgeschlossenen Ausbildung als Altenpflegehelferin und den ehrenamtlichen Bemühungen bei den „Grünen Damen“ im Klinikum von Quedlinburg fand sie keinen Arbeitgeber, der ihr berufliche Chancen einräumte. Der Grund lag vermutlich darin, dass sie als alleinerziehende Mutter nicht flexibel in den Schichtzeiten einer Pflegeeinrichtung einzusetzen ist. Für die junge Mutter ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig. Aber sie wollte arbeiten und sie gab nicht auf. 

In der Hoffnung, dass dies gegebenenfalls der Schlüssel zum Erfolg sein würde, absolvierte Pamela  Sattler eine Weiterbildungsmaßnahme im Garten- und Landschaftsbau. Und sie suchte Unterstützung beim Projekt „Familien stärken, Perspektiven eröffnen“. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert und zielt darauf auf ab, junge Familien bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive zu unterstützen.

Mit dem beherzten Tun des Familienintegrationscoaches und des Jobcoaches konnten die Weichen gestellt werden. Denn die Firma „Thormeier GmbH Abteilung Garten- und Landschaftsgestaltung“  suchte händeringend eine Allround-Arbeitskraft. Sandra Thormeier und Pamela Sattler fanden durch das Projekt „Familien stärken, Perspektiven eröffnen“ zusammen.

Die Geschäftsführerin der Firma „Thormeier GmbH Abteilung Garten- und Landschaftsgestaltung“ weiß, dass sie in der heutigen Zeit jede Möglichkeit nutzen muss, um Fachkräfte zu finden. Für sie ist wichtig, dass das Personal menschlich und mit Herzblut dabei ist, dann lassen sich auch die fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für die Ausübung des Berufes wichtig sind, erlernen. Für Sandra Thormeier war es deshalb eine Selbstverständlichkeit, der Arbeitsuchenden jungen Mutter eine Chance in ihrem Unternehmen zu geben. Nach einem Vorstellungsgespräch folgte eine 14-tägige Arbeitserprobung und im Anschluss das Angebot eines Arbeitsvertrages.

In den ersten Wochen war Pamela Sattler im Floristikbereich tätig, um die Abläufe und die Organisation des Betriebes kennenzulernen. Einige Wochen später wurde sie dann schon in der Anwesens- und Objektpflege eingesetzt und musste dort - wie ihre männlichen Kollegen - mit Rasenmäher und Co. vielfältige Arbeitsaufgaben übernehmen.

Mittlerweile ist Pamela Sattler seit über einem Jahr im Betrieb beschäftigt, hat sich in einer Männerdomäne ihren Stand erarbeitet und wird sehr geschätzt. Trotz des kräftezehrenden Arbeitsalltages ist ein herzlicher Umgang im Betrieb spürbar und erlebbar. Sandra Thormeier beschreibt ihre neue Mitarbeiterin mit den folgenden Worten: „Frau Sattler hat das Herz am rechten Fleck“ und dafür wird sie auch von allen Mitarbeitern des Betriebes geschätzt. Und Pamela Sattler fühlt sich angekommen. Die Arbeit und die Bestätigung, die sie dafür erhält, tun ihr gut. 

 

© Manuel Slawig E-Mail

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