Presseinfos

Information zur Hochwassersituation im Landkreis Harz

Trotz Wetterbesserung und nachlassendem Regen ist die Lage in einigen der vom Hochwasser betroffenen Gebieten im Landkreis Harz nach wie vor kritisch.

Rund 80 Prozent der örtlichen Feuerwehren sowie Einsatzkräfte des THW Halberstadt und Quedlinburg sind seit gestern rund um die Uhr an örtlichen Schwerpunktbereichen – insbesondere im Verlauf der Harzflüsse Ilse und Holtemme –im Kampf gegen die Wassermassen im Einsatz. Unterstützt werden sie durch Fachdienste des Katastrophenschutzes des Landkreises und Kräfte der Revier- und Bereitschaftspolizei. Auch umliegende Landkreise haben ihre Hilfe – zum Beispiel durch das Bereitstellen von Sandsäcken – angeboten. In der Kreisverwaltung hat der Stab außergewöhnliche Ereignisse (SAE) seine Arbeit aufgenommen. Der Landkreis koordiniert und unterstützt den Einsatz der örtlichen und überörtlichen Kräfte. Vor Ort bleiben die Kommunen für die notwendigen Entscheidungen zuständig

Während sich die Situation in Ilsenburg etwas entspannt hat, ist die Lage gegenwärtig in Wernigerode, Silstedt und Derenburg weiterhin kritisch.

In Derenburg ist die Ortsdurchfahrt weiterhin gesperrt. Aufgrund der Gefahr des Durchweichens eines Dammes werden Vorbereitungen für eine mögliche Evakuierung von rund 70 Einwohnern im Bereich der Rothestraße getroffen.

Im Wernigeröder Ortsteil Silstedt wird gegenwärtig geprüft, ob Einwohner des Unterdorfs aufgrund eines Dammbruchs evakuiert werden. Ebenfalls vorbereitet wird in der Stadt eine mögliche Evakuierung von Häusern im Mühlental. Sollte es zu einem Überlaufen der Zillierbachtalsperre kommen, wird den Bürgern empfohlen, ihre Häuser zu verlassen. Die Stadt hat ein Bürgertelefon unter der Nummer 03943/65 41 05 eingerichtet. Inzwischen gibt es zumindest leichte Entwarnungen hinsichtlich der Menge des zu erwartenden Wassers, das dann durch die Stadt strömen würde.

Rund um Halberstadt gehören Mahndorf und Veltinsmühle zu den kritischen Bereichen. Auch in Halberstadt wurde unter 03941/55 20 13 ein Bürgertelefon der Stadt eingerichtet.

In Blankenburg ist die Straße zum Kloster Michaelstein überflutet und die Teufelsbad-Klinik in ihrem Betrieb eingeschränkt.

Zahlreiche Straßen im Kreisgebiet sind weiterhin gesperrt. Dazu zählen die Ortsdurchfahrten Derenburg, Wasserleben und Veckenstedt, die Staßen von Blankenburg Oesig nach Heimburg, von Veckenstedt nach Stapelburg sowie im Wernigeröder Mühlental.

Inzwischen wurden die Wetterwarnungen für das Harztiefland aufgehoben, so dass mit einer weiteren Entspannung der Situation gerechnet wird.

 

© Manuel Slawig E-Mail

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