Kreisstraße zwischen Warnstedt und Timmenrode wird Fahrradstraße: Bund fördert das Vorhaben zu 90 Prozent

Die marode Kreisstraße 1360 zwischen Warnstedt und Timmenrode wird eine Fahrradstraße. Möglich wird die dazu erforderliche Instandsetzung der Straße durch eine Förderung des Bundes mit Mitteln aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“. Der Förderbescheid der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH über eine Anteilsfinanzierung in Höhe von 90 Prozent, jedoch höchstens 636 406,54 Euro, ging in dieser Woche, sehr zur Freude von Landrat Thomas Balcerowski, in der Kreisverwaltung ein. „Ohne diese Förderung wären wir aufgrund der Haushaltssituation nicht in der Lage, diese Kreisstraße zu einer attraktiven Radverbindung auszubauen“, so der Landrat.

Der derzeitige Zustand der Kreisstraße 1360 entspricht im benannten Abschnitt nicht den baulichen Ansprüchen einer Kreisstraße und dies nunmehr schon seit vielen Jahrzehnten. Für den allgemeinen Fahrzeugverkehr ist  die K 1360 deshalb seit vielen Jahren nicht nutzbar, sondern nur (noch) für den landwirtschaftlichen Verkehr und für den Fahrradverkehr zugelassen. Die Verkehrsbedeutung als klassifizierte Straße ist nicht mehr gegeben, eine Nutzung als Fahrradstraße bot sich hier an.

Der entsprechende Streckenabschnitt der K 1360 beginnt in Warnstedt an der Landesstraße L 240 und verläuft weiter in Richtung Timmenrode. Die Kreisstraße K 1360 wird mit einer Fahrbahnbreite von 3,50 Metern und einer Gesamtlänge von  insgesamt circa 2 840 Metern ausgebaut. Die Fahrradstraße dient als Verbindungsstück zwischen der Stadt Thale mit ihrem Ortsteil Warnstedt und Blankenburg  mit ihrem Ortsteil Timmenrode.   

In Kürze werden die Arbeiten für die Instandsetzung der Straße zwischen Warnstedt und Timmenrode ausgeschrieben. Die Kreisverwaltung verbindet die Maßnahme und wird im Zuge dieser Arbeiten auch ein Teilstück der K 1360 in der Ortslage von Timmenrode sanieren.

Der Baubeginn soll Mitte Oktober erfolgen, der Abschluss der Arbeiten ist für Mitte Dezember geplant.

Mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ fördert der Bund flächendeckend die Fahrradinfrastruktur.

„Mit diesem Sonderprogramm sollen Radfahrende bundesweit unterstützt, geschützt und gestärkt werden. Außerdem soll mehr Verkehr auf den klimafreundlichen Radverkehr verlagert werden – insbesondere im ländlichen Raum. Damit setzt das BMVI auch eine weitere Maßnahme aus dem Klimaschutzprogramm 2030 um. Die Finanzhilfen des Bundes sollen für Investitionen eingesetzt werden, die die Attraktivität und Sicherheit des Radfahrens erhöhen und zum Aufbau einer möglichst lückenlosen Radinfrastruktur beitragen. Stadt-Umland-Verbindungen - auch über kommunale Grenzen hinweg – werden dabei besonders begrüßt“, heißt es dazu auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

 

© Julia Heinrich E-Mail

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