Landkreis Harz schließt sieben Millionen Euro-DigitalPakt erfolgreich ab
Der Landkreis Harz hat die Umsetzung des DigitalPakts Schule zum flächendeckenden Aufbau einer zeitgemäßen digitalen Bildungsinfrastruktur erfolgreich abgeschlossen. Die Bilanz ist sehr positiv: Mit einer Gesamtinvestition von rund sieben Millionen Euro wurden die Schulen in Trägerschaft des Landkreises umfassend modernisiert, digital vernetzt und technologisch auf ein neues Niveau gehoben.
„Mit dem Digitalpakt gab es für alle 42 Schulstandorte einen regelrechten Digitalisierungsturbo“, ist Harzkreis-Landrat Thomas Balcerowski stolz. Damit seien die Schulen im Landkreis Harz heute technologisch auf einem Niveau, das modernen Unterricht nachhaltig ermöglicht. Die verbesserte Ausstattung sorge dafür, dass dringend erforderliche digitale Kompetenzen in den Schulen vermittelt werden können.
Bei der Finanzierung setzte der Landkreis Harz Fördermittel aus dem DigitalPakt (5,768 Millionen Euro), aus Informations- und Kommunikationstechnologien (rund 487 000 Euro) sowie Eigenmittel von etwa 819 000 Euro ein. Diese Investitionen zeigen: Der Landkreis Harz setzt entschlossen auf die Zukunft seiner Schulen – digital, sicher und nachhaltig.
Die Umsetzung des Digitalpakts im Landkreis Harz folgte einer klaren Strategie, die alle Bereiche einer zukunftsfähigen Schul-IT umfasst. Alle Schulstandorte erhielten einen Glasfaseranschluss und wurden neu verkabelt sowie technisch modernisiert. Mit neuen Netzwerkschränken, leistungsfähigen Verteilern und gezielten baulichen Anpassungen entstand eine stabile digitale Infrastruktur – von hoher Übertragungsgeschwindigkeit bis zu einem sicheren, leistungsfähigen Netzwerkbetrieb.“
Für rund 1,84 Millionen Euro wurde ein flächendeckendes und sicheres WLAN implementiert; insgesamt 1.482 Access Points sorgen dabei für eine stabile und leistungsfähige Netzabdeckung. Ergänzend gewährleistet eine zentral gesteuerte Firewall ein hohes Maß an IT-Sicherheit und Datenschutz. So können Schüler und Lehrkräfte nun überall im Gebäude zuverlässig digital arbeiten.
Bei der Digitalen Lehr- und Lern-Infrastruktur ist die Einführung von PUAVO besonders hervorzuheben. Mit dieser open-source-basierten Schul-IT-Plattform setzt der Landkreis auf eine moderne, wirtschaftliche und zugleich pädagogisch starke Lösung. Zu den Vorteilen zählen die zentrale und datenschutzkonforme Verwaltung aller Benutzerkonten, die einheitliche Einrichtung und Steuerung schulischer Endgeräte sowie eine kosteneffizientere Administration. Darüber hinaus unterstützt PUAVO moderne, kollaborative Unterrichtsformen, lässt sich problemlos an wachsende technische Anforderungen anpassen und ermöglicht eine nachhaltige Nutzung digitaler Systeme und Endgeräte. „PUAVO sorgt aber vor allem für mehr Bildungsgerechtigkeit durch cloudbasierte Werkzeuge, die unabhängig vom Endgerät und Lizenzen funktionieren“, unterstreicht Carolin Becker, die beim Landkreis Harz das Amt für Schulverwaltung und Bildung leitet.
Und Landrat Balcerowski ergänzt: „PUAVO stärkt die digitale Selbstständigkeit der Schulen und positioniert den Landkreis Harz als Vorreiter beim Einsatz innovativer, offener IT-Lösungen im Bildungsbereich.“ Mit dieser Entscheidung gehe der Landkreis Harz einen unabhängigen und zukunftsorientierten Weg, der inzwischen auch bundesweit Beachtung findet. „Die Plattform fördert digitale Souveränität.“
Ebenfalls Teil des „DigitalPakt Schule“ sind Präsentationsmedien. Zur Modernisierung des Unterrichts wurden etwa 614 interaktive Displays, Mini-PC’s, Soundbars, Dokumentenkameras und 67 Beamer installiert. Sie unterstützen didaktische Methoden, multimediale Unterrichtsformen und einheitliche technische Standards in allen Schulen.
Mit 1.192 neuen mobilen Endgeräten – dazu gehören Laptops, Tablets, VR Brillen, digitale Mikroskope oder 3D-Drucker – wurde die Basis für digitalen Unterricht konsequent erweitert. Schüler sowie Lehrkräfte profitieren von modernen Geräten, die Lernen, Präsentieren und kreatives Arbeiten unterstützen.
Der Landkreis Harz verfügt über eine eigene, spezialisierte Schul-IT. „Diese betreut alle Standorte technisch – eine Struktur, die deutschlandweit nur wenige Schulträger aufgebaut haben“, ist der Landrat stolz. Dadurch konnten Projekte effizient geplant, ausgeschrieben und umgesetzt werden. Diese Organisation erwies sich als entscheidender Baustein für den Erfolg der Umsetzung der Digitalisierung. Die Schul-IT sorgt dank ihrer sechs Mitarbeiter für schnelle Unterstützung bei technischen Problemen, setzt einheitliche Hard- und Softwarestandards um und sorgt für eine nachhaltige IT-Sicherheit. Weitere Vorteile sind die direkte Abstimmung zwischen Schulen, Schulverwaltung und IT sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Lernumgebungen.
Mit dem Abschluss des Digitalpakts ist jedoch die Arbeit nicht beendet. Durch die neue IT-Förderung des Landes und Bundes (Digitalpakt 2.0) kann die digitale Infrastruktur gezielt administriert und weiterentwickelt werden. Damit können die aufgebauten Strukturen verstetigt, neue Technologien integriert und die digitalen Lernbedingungen optimiert werden.
„So sorgt der Landkreis Harz dafür, dass digitale Bildung nicht nur ein Projekt, sondern dauerhaft im Schulalltag weiterentwickelt wird“, unterstreicht der Landrat.



