Rocken am Brocken wird inklusiv
Gebärden, Musik und Barrierefreiheit
Vom 31. Juli bis 2. August 2025 verwandelte sich Elend bei Sorge wieder in ein kleines Paradies für Musikfans – und in diesem Jahr auch in einen Ort, an dem Barrieren sichtbar abgebaut wurden. Das Örtliche Teilhabemanagement (ÖTHM) war mittendrin: Esther Jödecke hat selbst vor Ort gearbeitet und konnte so die Schnittstelle zwischen den Deaf Performerinnen, dem Dolmetscherservice und dem Publikum sein.
Schon im Vorfeld wurden neue Angebote geschaffen: Ankündigungsvideos in Gebärdensprache, ein Inklusionsticket, ein eigenes Camp für Menschen mit Behinderung, barrierefreie Sanitär- und Duschanhänger, ein erhöhtes Podest mit barrierefreien Zugängen und ein Hilfsmittelservice durch das Sanitätshaus Steinke. Auf dem Gelände standen Parkplätze in Eingangsnähe zur Verfügung, einige Bars wurden mit niedrigen Tresen und Rampen ausgestattet, und wer Medikamente kühl lagern musste, konnte den Service im DRK-Zelt nutzen. Gabor, bekannt als @mr.wheelchair auf Instagram (siehe Bild), testete vorab die barrierefreien Maßnahmen für 'Rocken am Brocken' und unterstützte damit das Organisationsteam.
Ein Höhepunkt für viele Besucher war die Deaf Performance von Susanne und Ilknur, die mit Mimik, Tanz und Gebärden die Musik auf ihre ganz eigene Weise lebendig werden ließen. Unterstützt wurden sie von Dolmetscherinnen, die auch für Hörbehinderte Gäste auf dem Festivalgelände im Einsatz waren.
Besonders beliebt war der Workshop „Festivalgebärden für Einsteiger“, der so stark nachgefragt wurde, dass das Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt war und sogar in den Eingängen noch Menschen standen. Gemeinsam mit einem tauben Pärchen und Dolmetscher Uwe Albrecht lernten die Teilnehmenden einfache Gebärden und konnten direkt Fragen stellen. Danach war es ein schöner Anblick, auf dem Campingplatz oder im Infield immer wieder Gruppen zu sehen, die Gebärden ausprobierten und sich gegenseitig halfen.
Die Resonanz aus der Behinderten-Community war durchweg positiv: Nach der Veröffentlichung der Inklusionsangebote gingen zusätzliche Ticketbuchungen ein, zwei Inklusionstickets wurden verlost, und viele Gäste mit Behinderung kündigten schon an, im nächsten Jahr wiederzukommen.
Trotz des teils schlechten Wetters gab es unzählige schöne Momente und Rückmeldungen. Neben dem Festivalteam und dem ÖTHM trugen viele Partner und Helfer zu diesem Erfolg bei, darunter das Sanitätshaus Steinke mit dem Hilfsmittelservice, die Ton und Lichtfabrik mit dem Podestbau, die „Initiative barrierefrei feiern“ mit ihrer Beratung, die Deaf Performerinnen Susanne Kermer und Ilknur Warnecke, die Dolmetscherinnen, das Inklusionsteam des Festivals sowie alle, die mit Energie, Empathie und Handarbeit Rampen bauten, Wege befestigten, Tresen anpassten und jederzeit ein offenes Ohr für die Besucher hatten – egal, ob mit oder ohne Behinderung.
Der Anfang ist gemacht, und das Festivalteam sowie das ÖTHM planen schon jetzt, im nächsten Jahr mindestens genauso viele – und vielleicht sogar noch mehr – inklusive Angebote auf den Weg zu bringen.
Leichte Sprache
Rocken am Brocken
Das Festival Rocken am Brocken war vom 31. Juli bis 2. August 2025 in Elend bei Sorge.
Viele Menschen feierten dort zusammen.
In diesem Jahr gab es viele neue Angebote für Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel:
barriere-freie Toiletten und Duschen,
ein eigener Zelt-platz für Menschen mit Behinderung,
ein Podest für Rollstuhlfahrer,
Videos in Gebärden-sprache und Übersetzer für Gebärden-sprache.
Gabor, bekannt als @mr.wheelchair, testete die Angebote.
So konnte das Festival-Team sehen, was gut funktioniert.
Ein Höhepunkt war eine Aufführung in Gebärden-sprache.
Außerdem gab es einen Mitmach-Kurs für einfache Festival-Gebärden.
Sehr viele Besucher machten mit.
Vielen Menschen mit Behinderung fanden es schön.
Viele sagten: Wir kommen wieder.