BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Landkreis

Sachgebiet Tiergesundheit/Tierschutz

Rinder

Zu den Aufgabenbereiche des Sachgebietes Tiergesundheit/Tierschutz gehören u. a.
   o Tierseuchenbekämpfung
   o Tierschutz
   o Futtermittelüberwachung
   o Tierarzneimittelüberwachung

Tierseuchenbekämpfung:
Die Bedeutung der Tierseuchenüberwachung besteht in der Abwehr gesundheitlicher Gefahren für Tierbestände und den Menschen und dem damit verbundenen Schutz vor erheblichen ökonomischen Schäden.

  • Regelmäßige Untersuchung von Tieren und Proben
  • Schnelle Diagnostik bei Seuchenverdacht
  • Tierseuchenbekämpfung im Seuchenfall
  • Krisenmanagement bei Auftreten von Tierseuchen
  • Bearbeitung von Entschädigungs- und Beihilfeanträgen
  • Attestierungen für den Tierverkehr (Reiseverkehr in Drittländer für Heimtiere, wenn eine amtstierärztliche Bescheinigung erforderlich ist, Verkauf landwirtschaftlicher Nutztiere)
  • Ausstellen von Seuchenfreiheitsbescheinigungen (für Betreten von Betrieben, für Teilnahme an Veranstaltungen)
  • Genehmigungen und Kontrollen von Veranstaltungen mit Tieren
  • An-, Um-, Abmeldungen von Tierhaltungen
  • Überwachung der Beseitigung tierischer Nebenprodukte (Tierkörper etc.)
  • Überwachung des Verkehrs mit Tierimpfstoffen
  • Lückenlose Tierkennzeichnung und deren Erfassung
  • Europaweites Melde-und Berichtswesen
  • Sichere Tierkörperbeseitigung
  • Seuchenhygienisch unbedenkliche Biogasanlagen

Tierschutz:
Der Tierschutz hat in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Falsches Verständnis von Tierschutz und vermeintliche Tierliebe sind Ausgangspunkte von Haltungsproblemen. Neben privaten Tierhaltungen, welche in der Regel nach Bürgerbeschwerden überprüft werden, unterliegen landwirtschaftliche und gewerbsmäßige Tierhaltungen (Schlachthöfe, Tiertransporte, Zoohandlungen, Tierpensionen, Tierversuchseinrichtungen, Zirkusbetriebe, Reit-und Fahrvereine) einer regelmäßigen Kontrolle. Diese Aufgaben sind anspruchsvoll, zeitaufwendig und erfordern ein breites Fachwissen beim Umgang mit verschiedenen Tierarten. Verstöße gegen bestehende Rechtsvorschriften ziehen Ordnungswidrigkeiten und Strafverfahren nach sich.
Regelmäßige Überwachung von Nutztierhaltungen und gewerblichen Tierhaltungen
Erteilen von Erlaubnissen nach § 11 Tierschutzgesetz für gewerbsmäßigen Umgang mit Tieren, Betreiben von Tierheimen etc.

  • Überwachung des Tierschutzes bei der Schlachtung
  • Überwachung des Transports von Tieren
  • Ausstellen von Befähigungsnachweisen anch Tierschutz-Transportverordnung
  • Überprüfung von privaten Tierhaltungen nach Bürgerbeschwerden
  • Erteilen von Sachkundenachweisen im Rahmen des Tierschutzrechts
  • Zulassung von Transportunternehmen und Transportfahrzeugen gem. Verordnung (EG) 1/2005

Tierarzneimittelüberwachung und Futtermittelüberwachung:
Das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung ist für die Überwachung der Tierarzneimittelanwendung in den landwirtschaftlichen Betrieben und im Einzelhandel zuständig. Weiterhin werden Personen überwacht, die Tierarzneimittel berufs-und gewerbsmäßig anwenden ohne Tierarzt oder Tierhalter zu sein, z.B. Tierheilpraktiker.
Der Halter von Tieren hat die vorgeschriebenen Dokumentationen zur Arzneimittelanwendung zusammen mit den entsprechenden Arzneimittel- Anwendungs- und Abgabebelegen des Tierarztes, fünf Jahre beginnend mit dem Zeitpunkt der letzten Eintragung, aufzubewahren.
Einzelhändler von Tierarzneimitteln und u.a. Tierheilpraktiker müssen vor Aufnahme der Tätigkeit die Teilnahme am Tierarzneimittelverkehr den zuständigen Veterinäramt anzeigen. Tierheilpraktiker dürfen keine apothekenpflichtigen oder verschreibungspflichtigen Arzneimittel abgeben. Einzelhandelsgeschäfte dürfen freiverkäufliche Tierarzneimittel nur abgeben, wenn der Unternehmer oder eine beauftragte Person die erforderliche Sachkenntnis nachweisen.

Mit der im April 2014 in Kraft getretenen 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes müssen sich Tierhalter, die Rinder, Schweine, Hühner und Puten zur Mast halten, ab dem 01.07.2014 melden, wie häufig ihre Tiere mit Antibiotika behandelt werden. Die betreffenden Tierhalter haben ihre Bestände in der HI-Tier-Datenbank unter Angabe der Nutzungsart mitzuteilen. Danach sind Meldungen zu den Arzneimittelanwendungen und Tierbestandszahlen einschließlich der Zu- und Abgänge erforderlich.Ziel der Erfassung ist eine Senkung des Antibiotikaverbrauchs durch die Errechnung von Kennzahlen und eine daraus folgende Anordnung von Maßnahmen.

Registrierung und Anerkennung von Futterunternehmen gem. Verordnung (EG) Nr. 183/2005 werden weiterhin fortgeführt. Der ständig steigende Umfang an Cross Compliance Kontrollen im Rahmen der Agrarförderung dient auch der Überprüfung der Betriebe, u.a. nach futtermittelrechtlichen Vorschriften.

  • Kontrolle der Verwendung und Abgabe von Tierarzneimitteln in Nutztierbeständen
  • Überwachung des Verkehrs mit freiverkäuflichen Tierarzneimitteln
  • Überwachung der Herstellung, des Handels und des Verkehrs mit Futtermitteln
  • Bearbeitung von Beschwerden und Hinweisen bei Verdacht auf Verstöße gegen futtermittelrechtliche Bestimmungen

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