Lambrecht, Bernhard

Bernhard Lambrecht wurde am 08. September 1897 in Ilsenburg als Sohn eines Konditormeisters geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Große Schule in Ilsenburg 1916, wurde er zunächst Soldat im Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg begann er eine Lehre in der Wolfenbütteler Konditorei seines Vaters, ehe er auf Kunstgewerbeschulen in Stuttgart und Braunschweig ging. 1926 legte er schließlich die Meisterprüfung für das Konditorenhandwerk ab. Daraufhin gründete er in Wolfenbüttel eine private „Fachschule für neue Konditorkunst“, die er bis 1969 als Direktor leitete. Er verfolgte das Ziel seinen Berufsstand auf die Stufe des Kunsthandwerks zu bringen. 1948 wurde die Ausbildungsstätte vom Deutschen Konditorenbund übernommen und 1978 in „Bundesfachschule für das Konditorenhandwerk“ umfirmiert, mit dem Untertitel „Bernhard Lambrecht-Schule“. Lamprecht verstarb am 22. Dezember 1971 in Wolfenbüttel. Die Bundesfachschule war noch bis in die 1990er Jahre hinein der einzige Ausbildungsort für die überbetriebliche Konditorenausbildung in Deutschland. Viele Auszubildende kamen auch aus dem Ausland, z.B. aus Japan, den USA und Kanada, Brasilien, Holland, Schweden und Norwegen bis die Schule im Jahr 2004 geschlossen wurde.

 

© Matthias Meissner E-Mail

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