Falkenhagen, Hans Eduard Wilhelm, Prof. Dr.

Prof. Dr. Hans Eduard Wilhelm Falkenhagen wurde am 13.Mai 1895 in Wernigerode als Sohn eines Bildhauers geboren. Ab 1913 studierte er Physik, Chemie und Mathematik in Heidelberg, Göttingen und München. Promoviert hat er 1921 beim späteren Nobelpreisträger Peter Debye in Göttingen und war für ein Jahr Assistent an der Technischen Hochschule in Danzig. 1922 wechselte er als Assistent von Karl Försterling an die Uni Köln und beschäftigte sich mit Optik und Atomphysik. Am Institut für Theoretische Physik erhielt er nach seiner Habilitation 1924 einen außerplanmäßigen Lehrauftrag. Um erneut mit Debye in Zürich und Leipzig zu arbeiten, benutzte er ein Forschungsstipendium von 1927-1928. In dieser Zeit waren Peter Debye, Erich Hückel, Lars Onsager und Hans Falkenhagen die Gründer der Elektrolyttheorie. 1930 wurde er zum außerordentlichen Prof. für theoretische Physik in Köln ernannt. Von 1936-1945 ging er als Direktor an die Techn. Uni nach Dresden. War zwischenzeitlich freier Schriftsteller in Radebeul, übernahm ab 1949 eine ordentliche Professur an der Uni Rostock und gründete dort 1951 das Institut für theoretische Physik. Er blieb dort bis 1964 Direktor, auch nach seiner Emeritierung 1962. Er verstarb am 26.Juni 1971 in Rostock.

 

© Matthias Meissner E-Mail

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