Holldack, Hans

Hans Holldack wurde in Königsberg am 22. August 1879 geboren. Er lernte in einem landwirtschaftlichen Betrieb und promovierte 1904 an der Uni Königsberg mit der Dissertation „Untersuchungen über die Individualität und Futterdankbarkeit der Milchkuh“. Blieb zunächst Assistent am Institut Königsberg, aber ging 1908 als Dozent für landwirtschaftliches Maschinenwesen nach Hohenheim und übernimmt gleichzeitig die Leitung der Prüfanstalt. 1914 befasst er sich an der Hochschule Bonn-Poppelsdorf  mit der Entwicklung des Verbrennungsmotors und besonders mit der motorischen Bodenbearbeitung. 1918 gibt er sein Ordinariat auf, um als Abteilungsleiter der Siemens-Schuckert-Werke 1919 eine Versuchs- und Lehranstalt für Bodenfräskultur zu gründen. Er prüfte auf dem Gieshof bei Wriezen die Wirksamkeit des Bodenfräsens durch physikalische Bodenuntersuchungen und beeinflusste durch  Veröffentlichungen die Ziele und Aufgaben der Bodenbearbeitung. An der Uni Leipzig übernahm er 1928 als Prof. den Lehrstuhl für Landmaschinen-lehre. Verbesserte hier seine Bodenfräsmethoden und setzte im bodentechnologischen Laboratorium seine begonnenen physikalischen Bodenuntersuchungen fort. Musste aus politischen Gründen 1935 sein Amt aufgeben, lehrte bis 1938 im Iran und kehrte 1945 an den Lehrstuhl nach Leipzig zurück. Starb am 11. August 1950 in Leipzig und wurde in Wernigerode beigesetzt.

 

© Matthias Meissner E-Mail

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