Bosse, Robert

Robert Bosse wurde am 12.Juli 1832 in Quedlinburg als drittes Kind des Böttchers und späteren Branntweinbrenners Julius Bosse und Dorothea geb. Sachse geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten in Heidelberg, Halle und Berlin wo er Mitglied von zwei schlagenden Studentenverbindungen war. Von 1861- 1868 war er Kammerdirektor  des Grafen zu Stolberg- Roßla. Von 1868- 1876 tätig in der Provinzialverwaltung. Als vortragender Rat ins preußische Kulturministerium 1876 bzw. 1878 ins preußische Kulturministerium berufen. In der neu geschaffenen sozialpolitischen Abteilung im Reichsamt des Inneren wurde er 1881 Direktor und wirkte maßgeblich an den ersten Arbeitsversicherungsgesetzten Bismarks mit,1889 Unterstaatssekretär, 1890 Staatssekretär des Staatsrats und 1891 Staatssekretär des Reichsjustizamtes und Vorsitzender  der Kommission für` s  neue Bürgerliche Gesetzbuch. Von März 1892 bis September 1899 war er preußischer Kultusminister (hatte hier wesentlichen Anteil an der Einführung von Besoldungsgesetzen für Pfarrer und Volksschullehrer). Im Ruhestand schrieb er seine Erinnerungen. Er ist Ehrenbürger seiner Geburtsstadt. Zu seinen Werken zählen Erinnerungen, Briefe und Tagebucheintragungen. Er starb am 31.Juli 1901 in Berlin.

 

© Matthias Meissner E-Mail

Zurück