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Löschflugzeug „Hexe 1“ startet ein letztes Mal in diesem Jahr

Ballenstedt. Seit Anfang April war die Hexe 1 mit Pilot Zbigniew Urbanowski rund um die Uhr im Harz einsatzbereit, um die hiesigen Feuerwehren bei Waldbränden aus der Luft zu unterstützen. Offiziell endete der diesjährige Vertrag mit der Firma Mieleckie Zakłady Lotnicze zum 30. September. Aufgrund der extremen Trockenheit im September und den warmen Temperaturen des Altweibersommers wurde die Bereitschaftszeit der Hexe 1 noch um die erste Oktoberwoche verlängert. Am 5. Oktober verabschiedeten Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse und Ordnungsdezernent Thomas Golinowski auf dem Flugplatz in Ballenstedt das Löschflugzeug in Richtung seiner polnischen Heimat.

„Wir hatten insgesamt elf Einsätze in diesem Jahr, bei denen die Hexe unterstützt hat“ so Kai-Uwe Lohse. Er ist der Koordinator, der die Hexe1 im Ernstfall anfordert. „Wir sind nach wie vor froh, dass wir im Landkreis auf dieses bislang einmalige Einsatzmittel zurückgreifen können. Auch andere Landkreise, wie in diesem Jahr den Landkreis Göttingen, konnten wir damit bereits unterstützen oder sie bei ihren Übungen begleiten. Als es in diesem Jahr in Bordeaux zu den verheerenden Waldbränden kam, konnten wir mit der Hexe 1 unsere Unterstützung anbieten. Gleichzeitig gilt es natürlich, unsere eigenen Wälder bestmöglich abzusichern. wir Zbigniew Urbanowski nach Frankreich entsandten, kam parallel das zweite Waldbrandlöschflugzeug aus Polen zur Absicherung uns. Denn auch bei uns waren die Wälder trocken und die Waldbrandgefahrenstufe lag bei 5.“

Die zeitlichen Einsatzschwerpunkte lagen in den Monaten Mai, Juni, Juli und August. In diesen Monaten wurden für den Landkreis Harz insgesamt 21 Waldbrände registriert. Eine Fläche von etwas mehr als sechs Hektar Waldfläche kam dabei zu schaden. „In unseren schwer zugänglichen Waldgebieten birgt das Löschflugzeug oft einen gravierenden Vorteil – die Hexe verschafft den Einsatzkräften am Boden etwas Zeit. So können Flächenbrände eingedämmt und schneller unter Kontrolle gebracht werden. In die jährliche Vorhaltung investiert der Landkreis Harz rund 267 000 Euro. Zusätzliche Kosten variieren je nach Einsatz.

„Allen Kameradinnen und Kameraden, die bei den diesjährigen zahlreichen Einsätzen unterstützt haben danken wir für ihre außerordentlichen Leistungen. Wir sind stolz auf unsere Einsatzkräfte und unsere Unterstützung aus der Luft.“ waren sich Lohse und Golinowski auf dem Rollfeld in Ballenstedt einig.