Corona Aktuelles

Coronavirus: Aktueller Stand vom 15. November 2021

217 bestätigte Neuinfektionen im Landkreis Harz

Seit der letzten Meldung von Freitag, dem 12. November, sind vom Kreis-Gesundheitsamt bis heute, 15. November 2021 12 Uhr, 217 positive Corona-Testergebnisse bearbeitet und gemeldet worden.

Das betrifft 15 Personen aus Ballenstedt, 35 Personen aus Blankenburg, 22 Personen aus Halberstadt, vier Personen aus Harzgerode, zwei Personen aus der Gemeinde Huy, sieben Personen aus Ilsenburg, vierzehn Personen aus der Gemeinde Nordharz, fünf Personen aus der Stadt Oberharz am Brocken, drei Personen aus Osterwieck, 25 Personen aus der Welterbestadt Quedlinburg, 21 Personen aus Thale, acht Personen aus der Verbandsgemeinde Vorharz und 56 Personen aus Wernigerode.

Unter den positiv gemeldeten Fällen befinden sich vier Reiserückkehrer aus dem In- und Ausland.

Im Landkreis Harz sind damit seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 10 910 Personen positiv auf das Coronavirus getestete Personen worden. Aktuell gibt es 900 Fälle an Covid-19-Erkrankungen. Die Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage (439) pro 100 000 Einwohner beträgt 205,80. Gegenwärtig befinden sich 608 Personen in Quarantäne.

Bisher gab es im Landkreis Harz insgesamt 734 sogenannte Impfdurchbrüche. Das entspricht 0,52 Prozent bezogen auf alle zweifach Geimpften (139 370) beziehungsweise 6,30 Prozent aller bisherigen Fälle 10 910).

In den Kliniken im Landkreis Harz werden derzeit 25 Covid-19-Patienten versorgt, davon fünf intensivmedizinisch.

Mit Stand 45. Kalenderwoche haben laut Sozialministerium im Landkreis Harz die Impfzentren sowie die Haus- und Betriebsärzte insgesamt 137 796 Erstimpfungen und 139 370 Zweitimpfungen verabreicht. Das entspricht einer Impfquote von 65,31 Prozent bei den Erstimpfungen und 66,06 Prozent bei den Zweitimpfungen. Zudem wurden 7 250 Auffrischungsimpfungen verabreicht.

 

Neuerungen zur Fallermittlung und Kontaktpersonennachverfolgung im Landkreis Harz:

Seit dem Nachmittag des 10. November ist ein enormer Anstieg der beim Gesundheitsamt Harz eingehenden Meldungen positiver Laborbefunde zu verzeichnen. Inzwischen sind mehr als 70 Mitarbeiter in Voll- bzw. Teilzeit im Gesundheitsamt Harz zur Bewältigung der mit der Pandemie zusammenhängenden Aufgaben des Gesundheitsamtes eingesetzt und weiteres Personal wird kurzfristig zugeführt (Fallermittlung und -betreuung, Schreiben der Absonderungsanordnungen, Abstrichnahme, Bürgertelefon, usw.) Trotzdem ist in der Fallbearbeitung ein Rückstand von mehr als 500 Fällen eingetreten. Das ist nun Anlass, die Intensität von Ermittlung und Betreuung herabzusetzen, damit jeder Bürger, der mittels PCR positiv auf SaRS-CoV-2 getestet worden ist, wieder zeitnah vom Gesundheitsamt kontaktiert werden kann. Damit das gelingt, ist die Mithilfe der Betroffenen erforderlich.

Es wird ab sofort nach dem hier beschriebenen Verfahren vorgegangen. Es werden nur noch die positiv getesteten Personen (Index) kontaktiert. In diesem Gespräch erfolgt eine Abklärung relevanter Kontakte, wobei das Augenmerk auf den ungeimpften  Haushaltsmitgliedern und sonstigen sehr engen Kontakten liegt. Der Indexfall soll  diese Kontaktpersonen darüber informieren, dass und bis wann für sie eine Quarantäne gilt.

Dem Index wird die Absonderungsallgemeinverfügung des Landkreises Harz zugeschickt (im Internet unter www.kreis-hz.de), die weitere Informationen enthält und zunächst als Grundlage für die Quarantäne gilt. Der Indexfall übermittelt dem Gesundheitsamt die Daten der Kontaktpersonen, damit diese dann eine personalisierte Absonderungsverfügung erhalten können.

Es gelten die folgenden Rahmenregeln für die Absonderung

direkte Kontaktpersonen:

Quarantäne für 10 Tage (ab letztem Kontakt zur positiv getesteten Person)
Symptomatische Kontaktpersonen sollen sich umgehend per Mail an: corona_Abstrich@kreis-hz.de oder telefonisch unter: 03941/55 89 20 1 an das Gesundheitsamt wenden
 

Positiv getestete Person (Index):

14 Tage Isolation + Abschlusstest an Tag 14 mittels Antigen Schnelltest / Kinder aus Kitas oder Schulen und Mitarbeiter in Kinder- und Pflegeeinrichtungen an Tag 12 mittels PCR-Test
Negative Testergebnisse müssen dem Gesundheitsamt an folgende Emailadresse übermittelt werden: corona_Abstrich@kreis-hz.de
 

Die Testungen können nur teilweise vom Gesundheitsamt erfolgen. PCR-Testungen sind auch in Fieberambulanzen, bei Haus- oder Kinderärzten möglich. Antigentestungen können nach Beauftragung durch das Gesundheitsamt auch in einigen Testzentren erfolgen.

„Angesichts der steil ansteigenden Infektionszahlen appelliert das Gesundheitsamt an die Bürger, sich die nichtmedizinischen Schutzmaßnahmen (AHA+L) zu Nutze zu machen, um sich vor der Infektion zu schützen. An dieser Stelle muss auch darauf hingewiesen werden, dass die Situation in den Krankenhäusern sich prekär entwickelt.  Bei einer hohen Grundbelegung der Betten, auch der ITS-Plätze steuern die Kliniken auf Situationen zu, in denen entscheiden werden muss, ob der 50jährige ungeimpfte COVID-Patient oder der 70jährige Patient mit Herzinfarkt den Beatmungsplatz erhalten. Auch wenn die Zahl der geimpften Infizierten (sogenannte Impfdurchbrüche) inzwischen auch ansteigt, sind es doch häufiger die Ungeimpften, die schwerer erkranken.“, so Amtsärztin Dr. Heike Christiansen.

„Seien Sie solidarisch – mit sich, mit dem Herzinfarktpatienten und mit dem Klinikpersonal, welchem ein weiterer kaum zu bewältigender COVID-Winter bevorsteht. Lassen Sie sich bitte impfen!“, appelliert die Amtsärztin.

Der Beweis, dass die Impfung in der Pandemiebekämpfung einen riesigen Fortschritt für die Gesellschaft und für den Einzelnen bringt und dass gemessen an dem dadurch zu erreichenden Schutz die Risiken vernachlässigt werden können, ist inzwischen weltweit erbracht worden.

 

 

© Annekathrin Degen E-Mail

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