BCKategorie 08.09.2016 09:53:24 Uhr | Presseinfos

ZukunftswerkStadt "Vision 20plus" beim FONA-Forum in Berlin

FONA-Forum

300 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kommunen nahmen am 22. und 23. Oktober am BMBF-Forum für Nachhaltigkeit (kurz FONA-Forum) in Berlin teil. An dem Forum, das unter dem Motto des Wissenschaftsjahres 2012 "Zukunftsprojekt Erde" stand, beteiligte sich auch ein Projektteam aus dem Landkreis Harz. Neben dem stellv. Landrat, Martin Skiebe, dem Leiter der Wirtschaftsförderung, Bernd Skudelny und der Agenda-Koordinatorin, Elke Selke waren auch die Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ und der Wirtschaftsförderer Peter Eisemann aus Osterwieck, der Leiter des Energieberatungszentrums Osterwieck, Hannes Deicke und die Projektpartnerinnen von der Hochschule Harz, Prof. Dr. Andrea Heilmann, Franziska Hillmer und Sophie Reinhold nach Berlin gereist. Enn ein Schwerpunkt des Forums war das Projekt ZukunftsWerkStadt, das in 15 Städten und Landkreisen durchgeführt wird.


Wie gestalten wir unsere Städte und Gemeinden nachhaltiger? Wie erreichen wir eine zugleich ökologische und wirtschaftlich sinnvolle aber auch sozial gerechte Entwicklung? Die Lösung liegt zum einen bei der Forschung, zum anderen aber bei der Beteiligung der Bevölkerung, besonders aber bei der Verbindung von Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Bevölkerung. Diese Aufgabenstellung ist mindestens ebenso spannend wie anspruchsvoll - das merken derzeit die Teilnehmer an den ZukunftsWerkStadt-Projekten in Deutschland.

Bernd Skudelny, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Harz, stellte die Inhalte des Projektes "Vision 20plus - gemeinsam mehr bewegen", welches der Landkreis Harz gemeinsam mit der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck und mit dem Wissenschaftspartner Hochschule Harz durchführt, vor. Der ländliche Raum steht vor enormen Anforderungen. Während der ländliche Raum - besonders die Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck - zu den Vorreitern bei der Energiewende gehört und bereits jetzt auf eine gute CO2-Bilanz verweisen kann, wiegen die Auswirkungen des demografischen Wandels wesentlich schwerer als in einigen bei der ZukunftsWerkStadt teilnehmenden Städten - wie z. B.  Stuttgart, Konstanz, Lüneburg. Wenn im ländlichen Raum ein Arzt seine Praxis schließt, findet man nicht drei Straßen weiter den nächsten. Wenn die Kaufhalle im Dorf zumacht, dann gibt es keine schnelle, unkomplizierte Lösung.

Bildungsangebote im ländlichen Raum zu erhalten bzw. die Teilhabe an Bildung und Kultur für jede Altersgruppe zu ermöglichen und somit die Lebensqualität zu bewahren sind ebenfalls  Zukunftsaufgaben auf dem Land. Eines wurde in den verschiedenen Foren, Diskussionsrunden und Workshops herausgestellt: Nachhaltige Entwicklung geht nur gemeinsam mit den Bürgern und mit einem kontinuierlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Verwaltung.

Kontakt: 03943-935 807, aktuelle Informationen unter www.vision20plus.de

 

Workshop A4 ZukunftsWerkStadt I: Bernd Skudelny, Landkreis Harz; Ralf Bleicher, Beigeordneter des Deutschen Landkreistags; Bertram Fleck, Landkreis Rhein-Hunsrück; Stefan Heinig, Stadt Leipzig

 

Foto: BMBF

 

29.10.2012

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