Dank für langjährige Unterstützung

Am 7. Oktober verabschiedeten der Vorsitzende des Aktionsbündnisses „Landkreis Harz inklusiv“, Dr. Detlef Eckert, seine Stellvertreterin Angela Gorr, die Arbeitsgruppensprecher Artur Mahlke, Heiko Marks und Nadine Albrecht sowie die Mitarbeiterinnen des Örtlichen Teilhabemanagements Saskia Sommer, Almut Hartung und Andrea Schillack den scheidenden Landrat Martin Skiebe.

Dr. Detlef Eckert überreicht Martin Skiebe das Präsent des Aktionsbündnisses ©Landkreis Harz

Trotz Mundnasenschutz und Einhaltung der Abstandsregeln ließen es sich die Gäste nicht nehmen, auf das Erreichte zurückzublicken. Detlef Eckert bedankte sich bei Martin Skiebe im Namen der Bündnismitglieder, dass er trotz seiner vielen Aufgaben als Landrat dem Bündnis als Schirmherr zur Seite gestanden habe. Er erinnerte an die Gründung des Bündnisses am 3. Dezember 2014, und betonte, dass sechs Vollversammlungen später und nach 43 Beratungen des Sprecherrats die Kontinuität des Bündnisses weiterhin gegeben sei. Die Arbeitsgruppen träfen sich trotz schwieriger Umstände und fänden immer wieder neue Wege der Zusammenarbeit.

 

Als großen Erfolg der vergangenen Jahre nannte Eckert die Verabschiedung des Handlungskonzepts zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention durch den Kreistag. Der Entwurf des Bündnisses war 2018 dem Landrat und Sozialministerin Petra Grimm-Benne übergeben worden und befindet sich nun in der Umsetzung.

 

„Die Gesellschaft sind wir. Wir können sie für die Zukunft entwickeln und ein Vorbild für andere sein. Das Aktionsbündnis hat gezeigt, dass man sich im Ehrenamt engagieren und etwas bewirken kann.“ Mit diesen Worten würdigte Landrat Martin Skiebe die Arbeit des Aktionsbündnisses „Landkreis Harz inklusiv“, dessen Schirmherr er seit 2014 war.

„Man muss Türen in Köpfen öffnen, um Teilhabe zu leben.“

„Wer kannte vor 2014 die UN-Behindertenrechtskonvention oder sah ein Erfordernis, Rahmenbedingungen zu verändern?“, so Skiebe weiter. „Jedes Mitglied wirkt als Multiplikator. Darum ist das Bündnis so wichtig für den Standort Harz.“ Er dankte den Mitarbeiterinnen des Örtlichen Teilhabemanagements, die das Bewusstsein für das Thema Inklusion auf gutem Weg in der Kreisverwaltung voranbrächten. Dadurch habe sich in der Verwaltung ein Eigeninteresse an den Themen entwickelt, was nachhaltiger sei als durch Anordnung von oben.

„Auch ein langer Weg beginnt mit vielen ersten Schritten.“

An Dr. Eckert und die Anwesenden gewandt, sagte Skiebe: „Eine Gesellschaft muss diejenigen mitnehmen, die es besonders schwer haben. Man darf niemanden zurücklassen. Jeder kennt Situationen, in denen er Dankbarkeit für Hilfe empfunden hat und jeder kann in eine Situation kommen, in der er Hilfe braucht. Das öffnet den Blick für die Belange anderer Menschen. Durch ihre Arbeit hätten die Bündnispartner einen unumkehrbaren Prozess im Landkreis Harz gestartet.

Im Rahmen der Verabschiedung wurde aber nicht nur über Vergangenes gesprochen, sondern auch ein optimistischer Blick in die Zukunft gewagt. So stehen das Aktionsbündnis, das Örtliche Teilhabemanagement und der Landkreis Harz in diesem und den nächsten Jahren vor der großen Aufgabe, die Maßnahmen des Handlungskonzeptes umzusetzen. Das soll weiterverfolgt werden, auch wenn es unter den gegebenen Umständen schwierig ist. Die Arbeitsgruppen haben dazu in den vergangenen Monaten bereits neue Wege ausprobiert, wie zum Beispiel digitale Arbeitsgruppentreffen durchzuführen.

„Das Bündnis lebt und ist zukunftsfähig. Es kann auch große Herausforderungen wie die Corona-Pandemie überwinden. Bitte bleiben Sie am Thema, um den Standort Harz im Wettbewerb um Lebens- und Wirtschaftsperspektiven weiter zu stärken.“, so Skiebe.

Am 31. Oktober 2020 endet die Amtszeit von Martin Skiebe. Er hatte das Amt des Landrates seit 2013 inne. Jetzt wolle er sich mehr um seine Familie kümmern. Von Ruhestand könne aber keine Rede sein. Als Dank für seine langjährige Unterstützung überreichten Angela Gorr und Detlef Eckert dem gebürtigen Quedlinburger Skiebe im Namen des Bündnisses und seiner über 150 Netzwerkpartner einen Präsentkorb des Quedlinburger Cafés Samocca, das von der Lebenshilfe Harzkreis Quedlinburg mit Unterstützung von Menschen geführt wird, die unsere besondere Zuwendung brauchen.

© Almut Hartung E-Mail

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