Schott, Eduard

Eduard Schott  wurde am 14. Mai 1808 als Sohn des Schuldirektors in Seesen geboren. Er besuchte das Gymnasium und sammelte danach in der Eifel und am Rhein in einigen Hüttenwerken praktische Erfahrungen und begann seine Ausbildung an der Technischen Hochschule in Braunschweig. Am 03. Februar 1838 nahm er am Hüttenwerk Ilsenburg seine Tätigkeit als Hüttenschreiber auf und wurde 1855 zum Hütteninspektor ernannt. Er baute in der gesamten Zeit die Eisenhütte um und schaffte dort die damals einzige Kunstgießerei. 1862 machte er die Entdeckung des „Kristallisationsverfahrens“. Dies Verfahren konnte durch Zusammenschmelzen verschiedener Erze den Härtegrad des Eisens regulieren und somit konnte noch filigraner gegossen werden. Den Titel zum Oberhütteninspektor erhielt er am 12. Oktober 1864. Schott gilt als Begründer der deutschen Kunstgießerei aus Eisen. Er war zweimal verheiratet und hatte mehrere Kinder. Nach einem Schlaganfall von dem er sich nicht erholt, verstirbt er am 24. Februar 1895 in Ilsenburg. Dort erinnert ein marmornes Grabdenkmal an den großen Mann des Eisens.

 

© Matthias Meissner E-Mail

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